Mann schießt mit Gaspistole einem Polizisten ins Gesicht - SEK nimmt 40-Jährigen fest

Ein Mann hat in Oberhausen einem Polizisten mit einer Gaspistole ins Gesicht geschossen (Symbolbild). (Foto: TB/123rf.com)

Ein Einsatz wegen einer Ruhestörung ist in Augsburg eskaliert. Ein Bewohner schoss mit einer Gaspistole einem Polizisten ins Gesicht.

Am Sonntag, gegen 20:30 Uhr, ging bei der Polizei zunächst die Mitteilung über eine Ruhestörung in einem Mehrparteienhaus in der Zirbelstraße ein. Anwohner beschwerten sich über den Lärmpegel in der Wohnung eines 40-jährigen Nachbarn.

Um die Lärmbelästigung zu unterbinden, klopften zwei Polizisten wenig später an der Wohnungstüre des 40-Jährigen. Dieser öffnete daraufhin die Eingangstüre - und schoss ohne Vorwarnung einem 33-jährigen Polizeibeamten aus kurzer Entfernung mit einer Gaspistole direkt ins Gesicht.

Wie die Polizei in ihrem Bericht schreibt, habe sich der Angreifer nach der Attacke sofort wieder in seine Wohnung zurück gezogen und die Tür verriegelt.

Der Rettungsdienst brachte den Beamten mit mittelschweren Gesichtsverletzungen in die Uniklinik Augsburg. Der Umstand, dass der 33-jährige Polizeibeamte zum Zeitpunkt der Schussabgabe eine Brille trug, verhinderte laut Aussagen der behandelnden Ärzte schwerste Augenverletzungen.

Unterstützungskräfte sicherten sofort die Wohnung sowie das Treppenhaus des Anwesens, um eine weitere Gefährdung für Anwohner auszuschließen.

Spezialkräfte überwältigen den Schützen

Einem Spezialeinsatzkommando gelang es gegen 23.30 Uhr den 40-jährigen Deutschen in seiner Wohnung festzunehmen. Der Tatverdächtige wehrte sich, indem er nochmals mehrere Schüsse mit der Gaspistole abgab. Schließlich konnte er jedoch von den Spezialkräften überwältigt werden. Mehrere Beamte zogen sich durch das Gas Reizung der Augen und der Atemwege zu. 

Die Kriminalpolizeiinspektion Augsburg nahm noch in der Nacht die Ermittlungen wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten schweren Körperverletzung auf. 

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Augsburg wurde der 40-Jährige im Laufe des Montagnachmittags dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Dieser erließ gegen den Beschuldigten Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter schwerer Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Der Beschuldigte befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt. (pm)
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