Ausstellung im ehemaligen KZ-Außenlager "Halle 116"

In Form einer Ausstellung war das ehemalige KZ-Außenlager "Halle 116" am Wochenende vom 7. bis 8. Juli für die Öffentlichkeit zugänglich. Am ersten Tag wurde zudem noch eine Führung durch das Gebäude angeboten. 

Die "Halle 116", nahe des Sheridan-Parks in Pfersee gelegen, hat eine bewegte Geschichte. Zunächst für die Nutzung des Nachrichtendienstes der Luftwaffe und der Wehrmacht errichtet, diente es 1944 und 1945 als Außenlager des KZ Dachau. Die Häftlinge mussten bei der Firma Messerschmitt für die deutsche Rüstungsproduktion arbeiten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude von der US-Army unter anderem als Fahrzeughalle und Bibliothek genutzt. Durch die Nummerierung der zur damaligen Sheridan-Kaserne gehörenden Gebäude erhielt es schließlich den Namen: "Halle 116". 

Die von der "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten" gemeinsam mit der Stolpersteininitiative organisierte Ausstellung umfasste verschiedene Themen. Über ehemalige Außenlager des KZ Dachau in Augsburg und Umgebung wurde ebenso informiert, wie über ehemalige Sammellager für Zwangsarbeiter. Die Ausstellung präsentierte den Besuchern die Porträts jener Opfer, für die in Augsburg Stolpersteine verlegt worden sind oder deren Verlegung die Stadt verboten hat.

Auch erfuhren die Besucher von Straßennamen, die im Sheridan-Park an den Widerstand in der NS-Zeit erinnern. Einen recht aktuellen Themenblock bildete ein Auszug verschiedener Opfer neonazistischer oder rassistischer Gewalt in Deutschland seit dem Jahr 1990. Die am Samstagnachmittag angebotene Führung bot den Besuchern die Gelegenheit, die weitläufigen Räume selbst zu erkunden.

Den seltenen Einblick in die Vergangenheit der "Halle 116" halten die folgenden Bilder fest. Kurzentschlossene haben auch noch am zweiten Tag von 11 bis 17 Uhr die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen. Weitere Hintergrundinformationen rund um dieses Gebäude finden sich hier
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