Bürgerempfang in der Gersthofer Stadthalle

Neue Mode? Nein - Erster Bürgermeister Michael Wörle stellt die Gersthofer Feuerwehren in unterschiedlicher Einsatzkluft vor (Foto: Klaus Müller)
Bürgerempfang in der Gersthofer Stadthalle
- Eine Gelegenheit, zahlreichen ehrenamtlichen Helfern Danke zu sagen –

Es ist schon gute Tradition in Gersthofen, das neue Jahr mit einem Bürgerempfang in der Stadthalle einzuläuten. An alle Bürgerinnen und Bürger, „ganz besonders an diejenigen, welche im Laufe der letzten zwölf Monate zugezogen sind“, erging die Einladung des Ersten Bürgermeisters Michael Wörle.
Vor etwa 400 Besuchern eröffnete die Tanzgruppe der Lechana die Veranstaltung, begleitet von den Klängen des Jugendorchesters Gersthofen unter der Leitung von Maximilian Hosemann. Zu Beginn seines Auftritts stellte der Erste Bürgermeister Michael Wörle beide Faschingsprinzenpaare vor und bekam gleichzeitig den Lechanaorden 2018 verliehen. Zahlreiche Ehrengäste (Bürgermeister, Stadträte, ein Bundestagsabgeordneter, Landtagsabgeordnete, der einzige Ehrenbürger der Stadt) waren der Einladung gefolgt. Landrat Martin Sailer ging in seinem Grußwort auf den aktuell strapazierten Begriff „Heimat“ und dessen vielfältige Bedeutung ein.
Einen Schwerpunkt in seinen Ausführungen legte der Erste Bürgermeister auf die Würdigung der Freiwilligen im Ehrenamt: Er ließ uniformierte Repräsentanten der Freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes auf der Bühne antreten und sprach Ihnen unter dem Beifall der Gäste höchstes Lob für ihre erbrachten Leistungen aus. Als Höhepunkt wurde Maria Reißner, die langjährige Kassiererin des CSC Batzenhofen-Hirblingen mit der Bürgermedaille in Bronze ausgezeichnet.
Ein Bürgerempfang bietet dem Rathauschef selbstverständlich auch das geeignete Forum, die im abgelaufenen Jahr erbrachten Leistungen seiner Stadt sowie die künftigen Vorhaben zu skizzieren. Die ohne die üblichen Zeit- und Kostenexplosionen fertiggestellten Neubauten von Sporthalle und Mittelschule, die um 3,5 Millionen Euro auf 110 Millionen aufgestockten Vermögensreserven resultierend aus den weiter gestiegenen Steuereinnahmen können sich wirklich sehen lassen. Nahezu atemberaubend jedoch hören sich die Pläne der Stadt für die nächsten Jahre an: 120 Millionen will sie für ihre Entwicklung in die Hand nehmen – „ein noch nie dagewesenes Investitionsprogramm“, so Wörle. Gersthofen nimmt mit den über 12.000 Arbeitsplätzen seiner ansässigen Unternehmen den Spitzenplatz im Landkreis ein und gewinnt sukzessive an Attraktivität. Das wirtschaftliche und das daraus folgende Wachstum der Bevölkerung müssen jedoch behutsam entwickelt und durch kluge Politik begleitet werden. Michael Wörle möchte ein „gesundes“ Wachstum generieren, bei dem die städtische mit der wirtschaftlichen Entwicklung einhergeht.
Durch folgende kurz- und mittelfristige Vorhaben wird sich Gersthofen in den nächsten Jahren verändern: Bahnhofsneubau mit verbesserter Zentrumsanbindung, Sanierung der öffentlichen Bäder, weitere Verbesserung des ÖPNV, das ganz große Projekt der „Neuen Mitte“, ein Mehrgenerationenhaus, der geplante Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums, diverse weitere Sanierungs- und Neubauvorhaben, mehr Tankstellen für Elektroautos etc. Im Rahmen der Initiative „Plant-for-the-Planet“ sollen aber auch weitere Bäume gepflanzt werden.
Trotz aller faszinierender Millionenprojekte vergaß der Erste Bürgermeister nicht, das „Kenia-Projekt“ zu erwähnen, im Rahmen dessen einige Gersthofer vor wenigen Jahren ein altes Feuerwehrauto in das afrikanische Land verbrachten und dort quasi die erste freiwillige Feuerwehr begründeten. Inzwischen hat die Stadt Gersthofen das Projekt weiter angeschoben und die gesamte Möblierung der alten Mittelschule nach Kenia transportieren lassen.
Die anwesenden Seniorinnen und Senioren rief der Rathauschef schließlich auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich aktiv als Kandidat/in, mindestens jedoch passiv als Wähler an den noch vor der Sommerpause stattfindenden Neuwahlen des Seniorenbeirats zu beteiligen.
Bleibt zu erwähnen, dass sich während der Veranstaltung zahlreiche ehrenamtliche Gruppierungen mit Informationsständen vor allem den Neubürgerinnen und Neubürgern präsentierten: Sportvereine, der Helferkreis Asyl, das Freiwilligenzentrum (ZEBI), der Verein Sicheres Leben, die Initiative Plant-for-the-Planet, der Seniorenbeirat, der Jugendbeirat, sowie alle Fachbereiche der Stadtverwaltung inklusive Amtsleitung.
Um das leibliche Wohl der von der Stadt eingeladenen Gäste kümmerten sich viele dienstbare Geister, die dafür sorgten, dass der traditionelle Bürgerempfang zu einer gelungenen Veranstaltung wurde.
                                                                                                                     Manfred Link
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