Ehemaliges Blutspendegebäude wird zur Ambulanz des BKH Augsburg

Der ehemalige Haupteingang des BRK-Blutspendegebäudes.
 
Bauzäune sichern die Baustelle an der Hauptzufahrt zum BKH Augsburg ab. Zusätzliche Holzzäune sollen verhindern, dass der Baumbestand durch Baustellenfahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen wird.
Augsburg: Bezirkskrankenhaus |



Die Bezirkskliniken Schwaben haben mit dem Umbau des ehemaligen Gebäudes des Blutspendedienstes zu einem Ambulanzgebäude für das Bezirkskrankenhaus (BKH) Augsburg begonnen.

„Der Bereich ist stark gewachsen. Die Ambulanzen sind bisher auf unterschiedliche Standorte innerhalb der Klinik verteilt. Künftig werden sie in einem eigenen Gebäude unter einem Dach vereint sein, sodass der stationäre und der ambulante Teil des BKH klar voneinander getrennt sind“, erläutert Vorstandsvorsitzender Thomas Düll den Hintergrund des Vorhabens. Die Bezirkskliniken als Träger des BKH investieren hierfür etwa 5,8 Millionen Euro aus Eigenmitteln. „Für solche Projekte gibt es keine staatliche Förderung“, so Düll. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 soll die neue Einrichtung am Schnittpunkt Westheimer/Dr.-Mack-Straße in Betrieb gehen.
Die Bezirkskliniken Schwaben hatten das Gebäude im September 2015 vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) erworben. „Wir brauchen dringend Flächen auf unserem Klinikareal, insbesondere für die Ambulanz. Rings ums BKH stehen keine Alternativgrundstücke mehr zur Verfügung“, berichtet der Vorstandsvorsitzende. Mit dem Bau der sogenannten G-Stationen wuchs das BKH zum größten psychiatrischen Versorgungszentrum Schwabens an. Im Herbst 2017 war Einweihung. Seitdem verfügt die psychiatrische Fachklinik mit ihren 600 Beschäftigten über 326 vollstationäre Betten plus 32 Tagklinikplätze. Diese sind nahezu jeden Tag zu 100 Prozent belegt.

BKH ist Klinik der Universität Augsburg

Seit 1. Januar 2019 ist das Bezirkskrankenhaus Augsburg Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Augsburg. Es ist also Teil der Universitätsmedizin, wenngleich nicht unter Trägerschaft des Freistaates, sondern unter der der Bezirkskliniken Schwaben. Der künftige Lehrstuhlinhaber/-in für Psychiatrie und Psychotherapie an der medizinischen Fakultät der Uni Augsburg wird gleichzeitig Ärztlicher Direktor/Ärztliche Direktorin des BKH sein. Das Berufsverfahren hat bereits begonnen.
Schon heute gehört das BKH Augsburg mit seinen fünf spezialisierten Ambulanzen zu den größten derartigen Einrichtungen in Bayern. Mehr als 9000 Menschen pro Jahr werden hier ambulant versorgt. Hinzu kommen etwa 4500 Frauen und Männer, die im gleichen Zeitraum im stationären und teilstationären Bereich behandelt werden.
Aktuell sind Baufirmen damit beschäftigt, das Bestandsgebäude zu entkernen. Düll: „Es hat eine etwa 40-jährige Nutzung auf dem Buckel und ist nun sanierungsbedürftig.“ In gut einem Jahr sollen hier neue Räume für Sprechstunden, Testungen, Diagnostik, Einzel- und Gruppentherapien sowie Büros für die vielen Ambulanz-Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Eine gute räumliche Ausstattung stehe im Vordergrund, sagt der Vorstandsvorsitzende. Außerdem wird im Haus die neu zu gründende Leitstelle für den psychiatrischen Krisendienst unter dem Dach der Bezirkskliniken zu finden sein. Die Leitstelle wird Anrufe von Hilfesuchenden aus ganz Bayerisch-Schwaben entgegennehmen.
Wie Düll abschließend betont, wird sich die Parkplatzsituation durch den Umbau verbessern. „Wir werden einen abgetrennten Besucherparkplatz einrichten, der kostenpflichtig ist. So soll verhindert werden, dass Fremd- und Dauerparker die Flächen blockieren“, kündigt er an.        
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