Ein Viertel wird langsam aufgehübscht - Flurstraßemviertel erhält Platz mit Hochbeeten.

Umweltreferent Reiner Erben prüft mit Annette Vedder 2.v.r. und Kindern der benachbarten Kindertagesstätte die Kräuterbeete. Foto Blöchl
Augsburg: Löweneckschule | Es ist fast noch ein wenig dörflich, das Viertel um die Flurstraße in Oberhausen. Eingezwängt zwischen Donauwörther und der Äußeren Uferstraße im Westen und Osten sowie der Dieselstraße im Norden und die Wertachbrücke im Süden ist es ein eher ruhiges Viertel. Viele kleine Häuschen stehen hier, manche Straße ist gesäumt von Bäumen, das Zentrum ist die Löweeckschule. Im Norden durchzieht der Hettenbach das Viertel, an der Wertach genießen die Kleingärtner ihre grünen Oasen. Nur der Verkehr, insbesondere die vielen parkenden Autos und Transporter sorgen für manchen Ärger.
Langsam scheint sich das Viertel zu entwickeln, Häuser werden saniert, die Stadt investiert Millionen in die Schule, es tut sich was. Der nächste Schritt des Quartiers am Westufer der Wertach ist getan, wenn er auch nicht gerade groß ausfällt. An der Ecke Flur-/Maschenbauerstraßé gegenüber der Löweneckschule ist ein kleiner Platz entstanden, der auch als Aufenthaltsraum für die Bewohner gedacht ist. Auch wenn die Fläche nur ca. 130 qm groß ist, mit den investierten 150 000.- Euro ist doch ein schönes Plätzchen entstanden. Umweltreferent Reiner Erben übergab zusammen mit der Leiterin des Amtes für Grünordnung Annette Vedder und einigen Vertretern aus Oberhausen bei einer kleinen Feier das neue kleine Zentrum des Viertels. Neben den Bänken und neu gepflanzten Bäumen – einer wurde leider von Vandalen schon irreparabel beschädigt – sind auch Hochbeete entstanden. Eines der Beete ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Sie sind mit Kräutern bepflanzt und wenn man sich darüber beugt, inspirieren einen die vielen Düfte nach z.B. Majoran, Minze und anderen gut riechenden Kräutern. Durch die Lage direkt gegenüber der Schule erhofft man sich auch etwas soziale Kontrolle, nach den ersten Beschädigung der Bäume und von Schlössern wäre das auch wünschenswert. Eine Informationstafel, gestiftet von Anwohnern erklärt die Bedeutung der Straßennahmen. Entstand der Name Flurstraße ursprünglich aus der Anlage auf einem früheren Feldweg, sind in den anderen Bezeichnungen mehr oder minder bekannten Augsburger Künstlern gewidmet. So ist die Familie Drentwett sowohl in einem Straßennahmen als auch in der kleinen Brücke über die Wertach verewigt. Die Familie war eine weitverzweigte Augsburger Künstlerdynastie, aus der vom 16. bis ins 18. Jahrhundert mehr als 30 Mitglieder vornehmlich als Gold- und Silberschmiede, Medailleure und Maler im Auftrag vieler Höfe in Europa tätig waren. Es wird sicher interessant für die Besucher, diese kleine Geschichte ihres Viertels zu erkunden. Ein besonderes „Biotop“, ein eher verwildertes Grundstück liegt hinter dem Platz Richtung Donauwörther Straße. Diese schon länger brachliegende Fläche wird nach Aussagen Erbens wohl demnächst mit einer Kindertagesstätte bebaut werden. Dann können die Kinder ja die Kräuter zum Würzen ihres Essens in den Hochbeeten pflücken…
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