Güterverkehrszentrum Region Augsburg: Der Containerbahnhof soll 2020 fertig sein

Umzug von Oberhausen: Auf einer Grundstücksfläche mit beinahe zehn Hektar soll im GVZ in rund 1,5 Jahren Bauzeit ein moderner Containerbahnhof entstehen. Das veraltete Terminal in Oberhausen soll dann ausgedient haben. (Foto: Florian Kemp da Silva)

Der Containerbahnhof soll das Herzstück des Güterverkehrszentrums (GVZ) Region Augsburg bilden. Die Planung und der Bau haben nun an Fahrt aufgenommen. Mit konkreten Plänen und verstärkter Organisationsstruktur ist ein Baustart laut GVZ Anfang 2019 in Sichtweite und eine Inbetriebnahme 2020 realistisch.


Am 29. September 2017 hat die Regierung von Oberbayern den von der Terminal-Investitionsgesellschaft Augsburg (TIA) beantragten Neubau eines öffentlichen Containerbahnhofs genehmigt. "Auf Grundlage dieser Planfeststellung prüft die TIA aktuell die baulichen Details, um dann im Frühjahr 2018 beim Eisenbahnbundesamt einen aktualisierten Förderantrag zu stellen", berichtet das GVZ in einer Pressemitteilung. Das Projekt sei grundsätzlich bereits seit 2012 als förderfähig anerkannt. Mit dem im Sommer erwarteten Förderbescheid kann die europaweite Ausschreibung des Terminalbaus starten.

Als Geschäftsführer der TIA zeichnet seit Januar 2018 Andreas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße mbH (DUSS), gemeinsam mit Udo Schambeck von der Localbahn Augsburg, für Planung und Bau des Containerbahnhofs verantwortlich. „Augsburg ist für uns ein wichtiger Standort um die zunehmenden Seehafenhinterlandverkehre abwickeln zu können“, sagt Schulz. „Der Containerbahnhof wird auf hohem technischen Niveau gebaut“, ergänzt Schambeck.

Auf einer Grundstücksfläche mit beinahe zehn Hektar soll im GVZ Region Augsburg in rund 1,5 Jahren Bauzeit ein moderner Containerbahnhof mit zuglangen Gleisen entstehen. "Damit bekommt die Region eine hochproduktive Schienenanbindung", erklärt das GVZ in der Pressemitteilung. In der Stufe der Inbetriebnahme könnten bis zu 60.000 Einheiten pro Jahr zwischen Straße auf Schiene umgeschlagen werden. Es sei vorgesehen, die heutigen Mengen aus dem alten Umschlagbahnhof im Stadtteil Oberhausen zu verlagern. In der Endausbaustufe, mit Portalkran und weiteren Gleisen, sind rund 80.000 Einheiten geplant.

Gleichzeitig bereitet sich die GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH auf die strukturierte Vermarktung der 86.000 Quadratmeter großen Fläche für KV-affine Dienstleister in unmittelbarer Nähe zum Terminal vor. „Mit der Chance, die der Containerbahnhof der Region bietet, wollen wir sorgsam umgehen“, betont GVZ-Geschäftsführer Ralf Schmidtmann. „Dementsprechend gehen wir mit einer durchdachten Flächenkonzeption in die Vermarktung, damit die Unternehmen in der Region den bestmöglichen Service am Containerbahnhof bekommen.“(pm)
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