Jugendliche entdecken Fotografie als Kunst

Britta junk mit ihren Kids bei der Ausstellung. Foto Blöchl
Junge Fotokünstler aus dem Jugendzentrum h2o in Oberhausen haben nun zum ersten Mal ihre Bilder ausgestellt, im Ballettsaal des Abraxas.

Medienpädagogin Britta Junk erzählt von den vielen Projekten, die sie im Jugendzentrum mit den Jugendlichen schon durchgeführt hat. Und die Mädchen und Jungen, im Alter zwischen 13 und 16, erzählen begeistert und überzeugend von ihren Werken. Alle sind stolz auf die Preise, die die Jugendlichen schon gewonnen haben, unter anderem für Kurzfilme für die „Lange Nacht der Demokratie“ im Oktober in der Stadtbücherei. Bei den schwäbischen Kinder- und Jugendfilmtagen erhielten sie den 2. Preis für einen Film zum Thema „Heimat“.

Zwei Formen sind in der Ausstellung zu sehen: Zum einen Doppelbelichtungen – zwei Aufnahmen, die übereinandergelegt sind. Entscheidend dabei ist, dass es keine Bildbearbeitung gab, sondern die Künstler sich vor den beiden Belichtungen vorstellen mussten, was sie ausdrücken wollten. Der andere Teil sind Montagen, die in einem aufwendigen Verfahren entwickelt wurden. Zwölf Jungen und Mädchen haben ihre Gedanken über der Welt kreisen lassen, indem sie selbst entschwebt sind. Bei den „Levitations“ handelt es sich um Schwebebilder, bei denen mehrere Aufnahmen zusammengesetzt werden. Die Künstler schweben oft selbst als Figuren vor einem realen Hintergrund, sie sind freischwebend und manchmal auch als „Supermann“ unterwegs. Da schwebt jemand vor der Oper in Sydney oder auch über den Dächern von Paris.

Eher am Rande sind noch einige Fotos zu sehen, die berühren sind, ehrlich und auch selbstbewusst. Mädchen tragen Schilder, auf denen sie ihre Erfahrungen mit Jungen und jungen Männern widerspiegeln. Freilich nicht nur positiv, der Kampf um Gleichberechtigung ist noch lange nicht zu Ende.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.