Kriegshaber wächst und gedeiht – mit kleinen Schwierigkeiten

Pfarrer Gerhard Groll sieht eine positive Entwicklung. Foto Blöchl

Die Entwicklung Kriegshabers als rasant zu bezeichnen wäre ja fast schon untertrieben. Es ziehen viele Menschen, vor allem auch junge mit Kindern in den Stadtteil, die Bautätigkeit an allen Ecken ist unübersehbar.

„Der Stadtteil entwickelt sich positiv, bis er zusammenwächst werden noch einige Jahre vergehen“ meint Pfarrer Gerhard Groll von der Pfarreiengemeinschaft Heiligste Dreifaltigkeit und St. Thaddäus bei eine Gespräch über das letzte Treffen des CCKT (Cramerton - Centerville – Kriegshaber – Treff). Fast 40 Vertreter von Vereinen und Organisationen aus dem Stadtteil hatten sich wieder zusammengefunden um in lockerer aber durchaus ernsthafter Runde über die Entwicklungen im Stadtteil zu sprechen und Lösungen anzupacken. „Daran sieht man, dass der Stadtteil wirklich vielen am Herzen liegt!“

Entwicklungen laufen nicht synchron mit Zuzug

Neu dabei war das Maria-Juchacz-Haus der Arbeiterwohlfahrt, in dem 35 Plätze für suchtgeschädigte Menschen angeboten werden. Stolz berichtet Groll, dass der Umgang und der Kontakt mit der Nachbarschaft vollkommen unproblematisch und harmonisch verlaufen. Problematisch wie in der gesamten Stadt gestaltet sich die Wohnraumfrage. Trotz reger Bautätigkeit fehlen vor allem preiswertere Wohnungen. Die Bautätigkeit auf dem Reesegelände und im sog. „Dehnerpark“ werden das Problem maximal mittelfristig lindern können. Noch unklar ist auch die zukünftige Nahversorgung in den Neubaugebieten.
Zunehmend ärgerlich ist auch die Parksituation. Auch das kein spezielles Stadtteilproblem, die langen Schlangen von LKWs und teilweise auch Bussen, die Abends oder am Wochenende in den Wohngebieten abgestellt werden bedeuten aber Probleme für Bewohner und Besucher. Hier ist Abhilfe bisher nicht in Sicht... Auch in den Schulen und Kindertagesstätten kommt man an Kapazitätsgrenzen, wobei teilweise auch fehlendes Personal der Grund für eine Unterversorgung ist. Durch die Eröffnung eines weiteres Hauses einer großen Senioreneinrichtung gibt es zumindest bei der Versorgung der älteren Menschen eine positive Entwicklung.

Vandalismus wird zum Problem

Zerstörungen, Verunreinigungen und Belästigungen tauchen zunehmend vor allem auf dem Reesegelände rund um neue Spielplätze auf. Davon berichteten sowohl Anwohner als auch Polizei und Ordnungsdienst. Für die AGS, eine Tochter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, die die Spielplätze betreut auch ein finanzielles Problem. Durch stärkere Präsenz von Streetworkern, Ordnungsdienst und auch Polizei hofft man, das Problem in den Griff zu bekommen. Selbiges gilt für den Helmut-Haller - Platz in Oberhausen, direkt an der Grenze zu Kriegshaber. Dort soll noch in diesem Jahr eine Treffmöglichkeit für die sog. Trinkerszene geschaffen werden. Man erhofft sich dadurch, dass der Platz selbst wieder ein besseres Image erhält. Dazu beitragen soll auch eine Reihe von Veranstaltungen die dort geplant sind.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.