Kriegshaber wächst weiter – Baubeginn beim Reesepark I.

So sieht es jetzt aus...Foto Blöchl
 
und so soll es werden... (Foto: „Titus Bernhard Architekten“)
Wo man vor Kurzem noch einen freien Blick auf die Neubauten im Reesepark südlich der Ulmer Straße in Kriegshaber hatte, versperren heute Erdhaufen und Bagger die Sicht. Ein Zeichen, dass die Bebauung des ehemaligen Kasernen Geländes weitergeht. Die Wohnbaugruppe der Stadt hat mit dem ersten Bauabschnitt, dem. neuen Viertel „Am Reesepark I“ begonnen. Insgesamt sollen zusammen mit dem Viertel „Am Reesepark II“, das Richtung Langemarckstraße anschließen wird – Baubeginn voraussichtlich 2020 – 275 Wohnungen entstehen.

Bei der letzten Sitzung des Stadtteilarbeitskreises CCKT informierte die Gesellschaft über die Planungen und stellte auch Visualisierungen der neuen Gebäude vor. Im ersten Bauabschnitt sollen bis 2020 141 neue Wohnungen entstehen. Aufgrund der bestehenden Nachfrage und auch durch Erhebungen zur Bevölkerungsentwicklung werden zu einem überwiegenden Teil Zwei- und Dreizimmerwohnungen gebaut, in diesem Sektor sind nach Aussagen der WBG Nachfrage und Bedarf am Größten. Eingedenk der Diskussion, die es vor zwei Jahren um die Frage des Umfangs öffentlich geförderter Wohnungen gab – es gab Befürchtungen von Anwohnern auch wegen einer Ghettobildung - wurde klargestellt, dass die Gesellschaft einen Querschnitt er Bevölkerung ansiedeln will. Kriegshaber, der derzeit am schnellsten wachsenden Stadtteil wird weiter um ca. 500 Einwohner wachsen. Auch die Altersstruktur, momentan die niedrigste ein ganz Augsburg, wird wohl weiter nach unten gehen. Das wurde auch in einer Darstellung von Vertretern städtischer Ämter deutlich.

Nahversorgung wird durch Neubau sichergestellt.

Besonders erfreulich, nicht nur für das neue Viertel, wird die Tatsache sein, dass in dem neuen Bereich endlich die Nahversorgung angesiedelt wird, auf die die Bewohner auch der südlich gelegenen Neubaugebiete dringend warten. Nach Aussagen der WBG sind die Verträge sowohl mit einer großen Supermarktkette als auch mit einem großen Drogeriemarkt abgeschlossen. Auch ein Bäcker wird ein entsprechendes Angebot anbieten. Noch nicht endgültig geklärt ist, ob und in welcher Form auch gastronomische Angebote zur Verfügung stehen.

Insgesamt werden ca. 64 Millionen Euro in diesem ersten Bauabschnitt investiert. Für den ab 2020 folgenden Abschnitt sind weitere 45 Millionen geplant. Für beide Viertel soll dann möglicherweise ein Mehrgenerationentreff angesiedelt werden, ein Quartiersstützpunkt ist ebenfalls in der Planung. Durch Bus, Tram und auch Straßenführung ist das neue Quartier verkehrstechnisch gut angeschlossen. Um Probleme mit dem Individualverkehr wie sie derzeit überall in der Stadt aufbrechen zu vermeiden, gibt es Überlegungen zur Steuerung der Mobilität. Diese beinhalten auch die Einrichtung eins Carsharings – Projekts.

Kriegshaber wird noch weiter wachsen. 

Insgesamt wird die Attraktivität und Anziehungskraft Kriegshabers weiter steigen. Größer wird allerdings auch der Druck auf dem Wohnungsmarkt werden, weil durch die Universitätsklinik weitere Nachfrage entstehen wird. Deshalb wurden beim Treffen des CCKT auch über erste Überlegungen informiert, die sog. „Weltwiese“ in Centerville – Nord zu bebauen. Hier wird weiter zu informieren und zu diskutieren sein. Im Januar soll es dazu ein weiters gesondertes Treffen geben.
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