Mit neuem Schwung Bewährtes fortsetzen

Der Neue stellt sich vor. Von links: Thomas Kazianka, Erster Bürgermeister Wörle, der bisherige Kulturreferent Helmut Gieber
 
Der neue Kulturreferent vor seiner wichtigsten Wirkungsstätte, der Gersthofer Stadthalle. Von links: Erster Bürgermeister Michael Wörle, Thomas Kazianka, Helmu Gieber, der scheidende Kulturreferent
Mit neuem Schwung Bewährtes fortführen

Thomas Kazianka beerbt Helmut Gieber als Kulturamtschef


Nach 24 Jahren an der Spitze des Kulturamtes der Stadt Gersthofen tritt Helmut Gieber zurück ins zweite Glied. Seine etwa ein Jahr währende Abwesenheit aufgrund einer schweren Erkrankung und die sich nun anschließende Phase der Wiedereingliederung haben diesen Schritt erforderlich gemacht. Der scheidende Amtsinhaber steht jedoch seinem Nachfolger für dessen Einarbeitungszeit zur Verfügung.

Dieser wurde mit Spannung erwartet, da es sicher nicht einfach war, eine Persönlichkeit zu finden, die ohne weiteres in die von Helmut Gieber hinterlassenen großen Fußstapfen treten kann. Der erste Eindruck jedoch weckt hohe Erwartungen. Mit Thomas Kazianka konnte die Stadt Gersthofen einen echten Profi gewinnen, der alle Voraussetzungen für einen Kulturreferenten mitbringt. Er hat dieses Handwerk von Grund auf gelernt. Bereits während seiner Studienzeit an der Paris Lodron Universität Salzburg war er als Regieassistent bei den Mozartwochen, den Salzburger Festspielen sowie am Salzburger Landestheater eingesetzt. Seine erste feste Anstellung nach abgeschlossenem Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft/Kunstgeschichte führte Thomas Kazianka für drei Jahre nach – Augsburg an die Städtischen Bühnen unter der Intendanz von Peter Baumgardt. Er wirkte u.a. als Regieassistent bei den Freilichtbühnen-Aufführungen „Die Bernauerin“, „My Fair Lady“ und „West Side Story“. Nach weiteren zehn Jahren am Stadttheater Klagenfurt und Arbeiten mit namhaften Theaterschriftstellern, Interpreten und Regisseuren wurde Thomas Kazianka 2008 ins Amt des Kulturmanagers und Kulturamtsleiters der Stadt Traunreut berufen und ihm zugleich die Leitung des Kultur- und Veranstaltungszentrums k1 übertragen. Diese Einrichtung baute er mit seinem Team bis heute zum bedeutendsten Veranstaltungszentrum im Chiemgau mit etwa 25.000 Besuchern pro Jahr aus. Ein großes Verdienst hat sich Thomas Kazianka auch dadurch erworben, den Kindern aus Traunreut und Umgebung die klassische Musik näher gebracht zu haben. Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter würdigt den Erfolg des im Kulturbereich hervorragend vernetzten Thomas Kazianka: „Er hat eine super Arbeit geleistet und das k1 aufs heutige Niveau gehoben. Wir sind ihm enorm dankbar für seine Arbeit. Das positive Image des k1 ist mit seiner Leistung verbunden, das ist unbestritten“.

Auf Thomas Kazianka wartet in Gersthofen eine ungleich größere Herausforderung: Unsere Stadthalle ist nach dem Kongress am Park die zweitgrößte im Augsburger Raum mit inzwischen nahezu 200 Veranstaltungen und rund 75.000 Besuchern pro Jahr. Der Verantwortungsbereich des Kulturamtsleiters umfasst zusätzlich das Ballonmuseum mit seinem Leiter Thomas Wiercinski und die Stadtbibliothek mit Sachgebietsleiterin Anna Stella Jörg. Das könnte auch der Grund sein, warum Thomas Kazianka erst einmal keinen Konzeptwechsel anstrebt, sondern nur „eine Fortführung mit frischem Wind“ ankündigt. Er kann sich auch vorstellen, die Zusammenarbeit mit dem Theater Augsburg weiter auszubauen. Es bleibt zu erwähnen, dass er schon seit 2008 neben seiner bisherigen Tätigkeit als Produktionsleiter der Konzerte im Fronhof Augsburg im Einsatz ist.

Die kulturbegeisterten Bürgerinnen und Bürger aus Gersthofen und Umgebung sind sicherlich sehr gespannt auf den neuen Chef im Kulturamt, dem der erste Bürgermeister Michael Wörle bei seiner Vorstellung bescheinigte, er „passe perfekt zur Philosophie der städtischen Kunst- und Kulturszene, bringe ein Höchstmaß an Erfahrung mit und kenne die Szene wie nur wenige“. Der neue Mann hat offenbar sehr überzeugt, denn auch die Mitglieder des Stadtrates haben sich einstimmig für seine Berufung zum 1. März 2018 ausgesprochen.
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