Oberhausen hat „sein“ Theater.

Foto Blöchl
Seit gestern ist die neue Spielstädte des Staatstheaters geöffnet, die Brechtbühne im Alten Ofenhaus des Oberhauser Gaswerks wurde eröffnet. Und damit ist Oberhausen zum ersten Male in seiner Geschichte auch Standort eines Theaters.

Mit der Uraufführung des Stücks „Europe Central“ nach dem Roman von William T. Vollmann heute am 12. Januar auf der neuen Bühne - große Teile der neuen Spielstätte stammen von der Vorgängerbühne im Stadtzentrum – beginnt nun eine spannende Ära nicht nur für das Theater. Auch wenn es nur vorübergehend sein soll – damit ist der erste wichtige Schritt für das Kulturareal auf dem Gelände des Industriedenkmals getan.

Neben der Brechtbühne sind auch die Werkstätten und die Verwaltung des Theaters auf das Gaswerksgelände umgezogen. Unter der Kuppel wurde der Ballettsaal eingebaut, ein architektonisches Kleinod. Die Stadtwerke Augsburg (swa) als Eigentümer des Gaswerksareals haben in nicht einmal zwei Jahren Bauzeit das Ofenhaus saniert und angrenzend einen Neubau sowie ein Parkhaus errichtet. Nach den bau- und brandschutzrechtlichen Abnahmen wurde jetzt das Ofenhaus an die Stadt Augsburg als Mieter übergeben.

Auch die Baumaßnahmen für die Gastronomie im Ofenhaus liegen im Zeitplan. Das Restaurant sowie der Bistro-Lounge-Bereich mit Bar werden zur Premiere im Januar fertiggestellt, sodass die Theatergäste mit seinem Catering bewirtet werden können. Die Fertigstellung der Küche erfolgt voraussichtlich Mitte März 2019, sodass der reguläre Restaurantbetrieb ab dem 1. April möglich ist. Bis dahin können im Restaurantbereich größere Veranstaltungen mit Catering stattfinden.

Bei einer Besichtigung der damals noch ziemlich „unfertigrn“ Baustelle der neuen Spielstätte gab es bei den Besuchern durchaus Zweifel, ob eine Eröffnung im Januar überhaupt möglich wäre. Aufwändige technische Konstruktionen für Heizung und Lüftung waren notwendig, mit viel Fantasie konnte man sich damals vorstellen, was hier an architektonischem und bautechnischem Aufwand betrieben wird, um in der historischen Bausubstanz die neuesten technischen Voraussetzungen für gutes Theater zu schaffen.

Auch die Infrastruktur mit z.B. einem neuen großen Parkhaus war noch im Bau und ist jetzt fertiggestellt.  Bei der Besichtigung einige Tage vor der Premiere kann man feststellen – es ist gelungen. Natürlich ist nicht alles perfekt und fertig. Der Praxistest wird sicher auch noch einiges an Fragen aufwerfen und Änderungen mit sich bringen. Aber der Anfang ist gemacht.

Damit wurde „ein Prozess über Jahre initiiert, soll, dessen Ausgang in vielen Punkten offen ist!“ wie es Kulturreferent Thomas Weitzel ausdrückte. „Hier wird nicht ein fertiges Gelände mit vielen Gebäuden einfach bezogen!“ Von einem Ort der „Begabungen, der Inspiration und der für die Stadt und die umliegenden Stadtteile “ war die Rede. Insgesamt 70 000 qm warten darauf, als kulturelles Zentrum erweckt zu werden. Unter anderem soll das Festival "Modular" auf das Gelände umziehen.  Ein wichtiger Anfang ist gemacht. Weitere werden folgen. Und Oberhausen wird ein wichtiger Kulturstandort in Augsburg werden!
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