Parksituation im Viertel rechts der Wertach: Kleine Schritte zur Lösung großer Probleme.

Dicht an dicht stehen die die Autos auf den Bürgersteigen im Viertel - ob das die Lösung ist? (Foto: Blöchl)

Gehwegparken im Viertel rechts der Wertach ausgeweitet.

Massive Kritik an der Parksituation im Quartier zwischen Wertach- und Innerer Ufer Straße hatte es im April bei einer Ortsbegehung auf Initiative von SPD-Stadtrat Dieter Benkard gegeben. Wir berichteten.

Auch wenn sich damals bereits abzeichnete, dass es wirklich übergreifende Lösungen nicht schnell oder sogar gar nicht geben würde, ließ Benkard nicht locker. Bei einem zweiten Ortstermin im kleineren Kreis mit Vertretern der Verwaltung wurde zumindest ein kleiner Fortschritt erzielt.

In einigen Straßen wird nun das Parken auf dem Gehweg ermöglicht. Die Schilder dafür sind mittlerweile angebracht. Die Anwohner sind zumindest insoweit zufrieden „weil überhaupt etwas passiert!“, wie ein Passant meint. Von Seiten des Amtes für Grundordnung wurde zugesagt, das Grün an den Straßen im Herbst auf Vordermann zu bringen. Dazu sollen die Bäume geschnitten und neues Grün, wünschenswert seien Bodendecker statt Gras, gepflanzt werden.

Andere Fragen bleiben offen 

Das dauernde Ärgernis, dass Autos ohne Nummernschilder einfach abgestellt werden, ist bis heute nicht behoben. Benkard bezweifelt die Aussage des Tiefbauamtes, dass zu wenig Lagerfläche für die Autowracks vorhanden wäre. Nach seiner Aussage habe er das selbst geprüft und „auf dem Gelände des Amtes genügend Flächen gefunden“. Er will hier weiter auf die Verwaltung einwirken, den Missstand zu beheben.

Keine oder nur wenig Möglichkeiten sieht die Verwaltung, auf das Parkverhalten der umliegenden großen Firmen Einfluss zu nehmen. Bereits bei der ersten Begehung hatte der Vertreter des Tiefbauamtes darauf hingewiesen, dass „die Firmen die rechtlich vorgeschriebenen Parkplätze zur Verfügung stellen“. Den Mitarbeitern könnte aber nicht verboten werden, ihre Autos auf öffentlichen Parkflächen abzustellen.

Benkard will hier weiter auf die Stadt einwirken, in Gesprächen mit der Firmenleitung Lösungen zu finden. Endgültig vom Tisch dürfte auch das sogenannte „Anwohnerparken“ sein. Auch nach neuerlicher Überprüfung sieht die Stadt keinen Sinn in dieser Regulierungsform. Nach wie vor wird drauf hingewiesen, dass dadurch der Verkehr nur in andere Viertel verdrängt würde und dort die gleichen Probleme auftauchen beziehungsweise dort auch teilweise schon vorhanden sind.

Erste Schritte sind getan, Benkard will am Ball bleiben, an die großen Lösungen in absehbarer Zeit glaubt aber auch er nicht.
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