Pfersee radelt voran zur Fahrradstadt

Jens Wunderwald fährt schon mal Probe. Foto blöchl
 
Hier am Gollwitzer Steg sl di efahrradstra0e beginnen und bis ins Sheridangelnde führen. Foto Blöchl

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Vorfahrtsstraße für Radler wird eingerichtet.

Im Rahmen der ehrgeizigen Zielsetzung Augsburg zur Fahrradstadt zu machen übernimmt Pfersee jetzt eine Vorreiterrolle. In absehbarer zeit wird es im Stadtteil di erste innerstädtische Fahrradstraße geben. Angefangen vom Gollwitzersteg über die Wertach über die Gollwitzer-. Färber- und Treustraße soll es dann eine durchgehende Fahrradachse aus dem Sheridangelände über den Fluss geben. Und wenn es Nach Dr. Jens E. Wunderwald von der Bürgeraktion Pfersee geht, soll diese durchgehende Achse dann auch bis zum Westausgang des neuen Bahnhofstunnels weitergeführt werden. Die Maßnahme wurde mit einer Bachelorarbeit wissenschaftlich konzeptionell vorbereitet, Die Verfasserin Svenja Wagner hat für die Entscheidungsträger eine ausführliche Grundlage erarbeitet, die auch der Stadt nichts zusätzliches gekostet hat.

Grundsätzliches ja, aber…

Es gab und gibt um dieses Projekt natürlich viele Diskussionen. Wobei das Ziel grundsätzlich kaum mehr in Frage gestellt wird. Selbst die sonst durchaus verwaltungskritische Bürgeraktion Pfersee Aber der Teufel steckt bekanntlich ja im Detail. Schon der Name „Vorrangstraße“ beinhaltet Konfliktstoff, Au dieser Trasse sollen ja auch Autos fahren „dürfen“, sie sind quasi „erlaubt“ wie Wunderwald sagt. Er versteh das so, dass zum Beispiel ein Autofahrer warten muss, wenn vor ihm zwei Radler nebeneinander fahren. Ob das alle Autofahre verstehen und akzeptieren werden? Die Praxis wird es erweisen.
Lange diskutiert und immer noch nicht abschießend entschieden ist die Frage der Vorfahrtsregelung. Ursprünglich ging man wohl davon aus, dass es in der Fahrradstraße eine Tempo 30 – Zone und eine Vorfahrtsregelung Rechts – vor – Links geben würde. In diesem Vorhaben, das so einigen anderen Städten praktiziert wird, sah man en Vorteil, dass Autofahrer in diesen Bereichen langsamer fahren würden. Mittlerweile hat sich aber die Diskussion weiter entwickelt. Die Mehrheit scheint dazu zu tendieren, nur an der Einmündung der Brunnenbachstraße die Rechts-vor-Links Regel anzuwenden. Ansonsten soll dann auf der gesamten Strecke Vorfahrt für die Radfahrer bzw. auch die anderen Verkehrsteilnehmer auf der Fahrradstraße gelten. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD – Fraktion auch im Bauausschuss eingebracht.
Um die Sicherheit zu gewährleisten ist daran gedacht, in der Brunnenbachstraße im Bereich der Einmündung eine Tempo 30 Zone einzurichten, in anderen Straßen, die einmünden, sollen entsprechende Hinweisschilder auf den Beginn der Fahrradstraße hinweisen. Umstritten ist auch nach der Weiterführung nach dem Gollwitzersteg. Richtung Perzheimerstaße und Schießstättenstraße. Diese Verlängerung wird im Rahmen der derzeitigen Planungen nich beinhaltet sein.

Was sagen Anwohner und Autofahrer?

In einer Befragung, die Wunderwald nicht wissenschaftlich durchgeführt hat, sprechen sich viele Anwohner, vor allem auch des Sheridangeländes für die Fahrradstraße aus. Fahrradstraße aus. Beim Besuch im viertel finde ich auch niemand der das Vorhaben ablehnt. Einzig bei den Autofahrern ist eine gewisse Skepsis zu spüren. Zum einen gibt es die Sorge um die Parkplätze. Wenn man jetzt die Straßen entlang fährt stehen jetzt schon die autos dicht an icht. Durch die Fahrradstaße könnten einige Parkplätze wegfallen, was bei einigen Autofahrern doch zur Sorge führt, dass Parken noch sehr viel schwieriger werden wird als es jetzt schon ist. Insgesamt scheint aber das Vorhaben sehr positive Resonanz zu finden, die Probleme im Detail werden dann in der Praxisphase zu lösen sein.
So kann übernimmt Pfersee mit dieser ersten innerstädtischen Fahrradstraße eien Vorreiterrolle bei er Fahrradstadt 2020, die sonst nicht ganz so leicht ins Rollen kommt. Das Projekt in Pfersee könnte so ein „strahlender Leuchtturm“ werden, wie Jens Wunderwald in einem Schreiben ausführt.
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