Rainer Eppelmann zum 65. Jahrestag des Volksaufstandes in Augsburg

(Foto: KAB - Zoepf)
Auf Einladung der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) Pfersee referierte anlässlich des 65. Jahrestages des Volksaufstandes in der ehemaligen DDR am 17. Juni1953 Minister a. D. Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur im Pfarrheim Herz Jesu. Der KAB – Vorsitzende Bernd Zitzelsberger hatte ihn vor einiger Zeit für diesen Vortrag gewinnen können. Nach der Begrüßung durch Zitzelsberger und den Hausherren Stadtpfarrer Monsignore Franz Götz im gut gefüllten Pfarrsaal von Herz Jesu wurden nach einer geschichtlichen Einführung die Namen der mehr als 50 bekannten Todesopfer vorgetragen. Die Biographien der meisten Toten des Volksaufstandes sind bis heute kaum bekannt. Eines der jüngsten Opfer war der Schüler Rudi Schwander. Er starb mit 14 Jahren.
Rainer Eppelmann spannte einen weiten Bogen über fast 100 Jahre deutscher Geschichte, von den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute. Dabei ging er insbesondere auf die Zeit nach Kriegsende 1945, den 17. Juni 1953, den Mauerbau am 13. August 1961 den Fall der Berliner Mauer nach mehr als 28 Jahren am 9. November 1989 und die ersten freien Wahlen in der DDR am 18. März 1990 ein. Das Thema "Vom 17. Juni 1953 bis zum 18. März 1990, was lehrt uns unser Erinnern?" referierte er äußerst kompetent, als Zeitzeuge und verbunden mit seiner persönlichen Lebensgeschichte. Er zog die Zuhörer in seinen Bann, die zwei Stunden interessiert und konzentriert den Ausführungen folgten. Organisator Bernd Zitzelsberger dankte Rainer Eppelmann mit der Aussage: "Das war die beste Geschichtsstunde meines Lebens, herzlichen Dank dafür!".
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