Schönheitskur für das Viertel dazwischen.

Hier am Wertachufer soll ein Balkon angelegt werden. Foto Blöchl
 
Heike Skok sieht viele Chancen für das Viertel. Foto Blöchl
Gehört es nun zu Innenstadt oder zu Oberhausen? Was gehört wirklich dazu und was nicht? Das Viertel Rechts der Wertach liegt „irgendwie dazwischen, so richtig zuordnen lässt es sich nicht“ meint Heike Skok, Quartiersmanagerin im Viertel. Stadtplanerisch gehört es aber zu Oberhausen. Manchmal war es in den letzten Jahren wegen der Flüchtlingsunterkunft in der Ottostraße im Gespräch, die Situation dort hat sich aber sehr beruhigt. Der Anteil von Migranten an der Bevölkerung ist hoch, in der Einkaufsstraße des Viertels, der Wertachstraße gibt es viele Geschäfte mit ausländischem Namen, gut ist die Anbindung an den ÖPNV, Stra0enbahn und Bus sind gut erreichbar. Am Rande des Viertels liegt viel Industrie, MAN „manroland“ sind die größten Betriebe, früher waren ein großer Teil der Wohnungen Werkswohnungen.

Begrenzt von Localbahn und Wertach von Plärrer und Arbeitsagentur und im Norden dem Lech ist es in Teilen ein ziemlich lebendiges Viertel. Hinter der Wertachstraße ifindet man ein ziemlich ruhiges Wohngebiet mit einem guten Zusammenleben. Die Lebens- und Aufenthaltsqualität ist aber „verbesserungsfähig“ wie Skok beim Gespräch im Familientreffpunt an der inneren Ufer Straße meint. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“, das bereits in Oberhausen – Mitte bearbeitet wird, ist nun das Viertel an der Reihe. Bei einem Informationstreff mit dem Stadtplanungsamt wurde das Projekt vorgestellt. Ca. 35 Personen. „leider trotz Einladung keine Gewerbetreibenden“ nahmen an der Information teil.

Drei Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität.

Konkret soll nun an drei wichtigen Stellen des Viertels angesetzt werden um die Aufenthalts- und Lebensqualität zu verbessern.
Die Wertachstraße als zentrale Achse soll aufgewertet und für Fußgänger weniger gefährlich gestaltet werden. Sie ist eine der Hauptdurchfahrtsstraßen in den Augsburger Westen, selbst beim Besuch am Mittwochvormittag drängt sich der Verkehr ununterbrochen durch die doch oft enge Straße. Für Radfahrer und Fußgänger nicht ungefährlich. Hier soll angesetzt werden, konkrete Verbesserungen angestrebt werden. Dabei sollen Querungshilfen für die Fußgänger geschaffen werden. Auch Verbesserungen für Radfahrer sollen entwickelt werden. ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass bisher keine Mittel im Haushalt zur Umsetzung konkreter Maßnahmen eingeplant sind. Deshalb ist mit Beginn von Veränderungen vor 2019 nach Auskunft des Stadtplanungsamtes nicht zu rechnen. Besser sieht es da bei den Planungen der anderen beiden Maßnahmen statt.


Jugendtreff wird zum Viertelzentrum. 

Am weitesten sind die Pläne, das bestehende Sport- und Spielzentrum „Oase“, das vom Stadtjugendring betreut wird, umzugestalten. Das bei Kindern und Jugendlichen beliebten Zentrum soll umgebaut werden, dabei sollen neue Kabinen geschaffen werden, Möglichkeiten für Stadtteilfeste heben den Charakter als Zentrum für das Viertel, die Sport- und Bolzplätze werden saniert.. Die Planung geht von Kosten in Höhe von 1,65 Millionen Euro aus, davon sind 1,34 Millionen als Fördermittel zugesagt. Die städtischen Mittel sind vom Stadtrat beschlossen, so steht einem Baubeginn noch 2018 anscheinend nichts mehr im Wege. Ein zusätzlicher Integrationsmanager, der aus Mitteln des Bundes befristet finanziert wird, soll zusätzliche Angebote schaffen. Es ist auch daran gedacht, Treffmöglichkeiten und Aktivitäten wie z.B. einen im Trend liegenden Nachbarschaftsgarten dort anzusiedeln.

Auch das Wertachufer wird in die Überlegungen stärker mit einbezogen. Bereits zweimal hatte man provisorisch einen sog. „“Wertachbalkon“ südlich des Drentwettsteges errichtet und dort u.a. die „Sommerlounge“, ein Fest für den Stadtteil organisiert. Nun ist daran gedacht, eine feste Plattform zu installieren, die dann für die Bewohner zum Aufenthalt zur Verfügung steht. Noch handelt es sich um eine Idee, die Localbahntrasse bedeutet erheblichen Planungsaufwand. Deshalb wird jetzt eine Entwurfsplanung erstellt, die mit allen Beteiligten, auch den Anwohnern dann weiter entwickelt werden soll. Zumindest der Zeitpunkt der Realsierung ist noch ungewiss.

Heike Skok ist optimistisch, sie sieht das Viertel im Kommen und hofft, dass die geplanten Maßnahmen trotz unterschiedlicher Verwirklichungsstände zu einer Steigerung der Wohn- und Aufenthaltsqualität im „Viertel dazwischen“ beitragen.
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