Wortschätzle 159 - Wenn na des Umgraba ned wär

I frei mi scho auf mein Rosakohl em Windr. (Foto: Symbolbild Kia Cheng Boon 123rf.com)

Wenn i so ausm dridda Schdogg aus meim Wohnzimmerfenschdr nundr schau auf onsre Gärdla hendrm Haus, dann send do zwoi, dia no ned so richdig fir da Wendr hergrichd send - dr oi isch meiner.

Abr i ko au no ned so richdig, weil dr Grünkohl ond dr Rosakohl isch no dren, ond dia solled ja da Froschd abgriaga, damit se au schmegged. Ja schdimmd, mer kennd se au end Gfiere doa - hädd ja dr gleiche Effegd, abr do hab i scho d'Schleha dren, dia i dann mid Rum ond Zuggr eilega dua, om an Likeer zom macha.

Ond en dr Gfriere isch au koi Bladz ned. Also bleibed meine Schdauda no em Garda, ond die gloine Flegga zwischba denne dua i no ned umgraba, i glaub i dua den Herbschd garned umgraba, des isch echd a leschdige Arbed, i dua's em. 

Friahling, bevor i de erschde Pflänzla neisedz - es weared vermudlich e haubdsächlich widdr Tomada, a baar Reiha Radiesla, a baar Schdauda Salad, Endivie, Radicchio ond Fenchel, a guade Mischong hald, vo ellem ebbes. D'Sama fir d'Tomada hab i scho parad, tolle Sorda fir negschds Joar: Andenhörnchen ond Feuerwerk, a baar Ochsenherzen ond kloine Cocktailtomaten missed nei, ond dann hab i no a baar andre alde Sorda. Aber z'erschd missed se auf dr Fenschdrbang keima, bissle wagsa, pikiert wera ond dann schdanded vill z'vill Debfla en dr Wohnung rom ond warded drauf, bis Friahjoar werd. I frei mi edzd scho drauf.
Wenn Sie noch alte Schwäbisch-Augsburger Begriffe kennen, melden Sie sich bitte bei der StadtZeitung bei Redakteur Stefan Gruber unter Telefon 0821/5071-254, damit wir die "vergessenen Wörter" unseren Lesern wieder bekanntmachen können. (Stefan Gruber)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.