Wortschätzle 160 - Mei Kürbissubb isch allwei gelb


Wer scharfe Messer hod, der sodd guad auf seine Fingr aufbassa.

Mid meine große Kuchemessr hosch oin drschlaga kenna ond drschdecha, aber hendrher ned zerdoila. Dia wared so schdumbf, do isch nix mehr ganga, do hosch koi Floisch nemme pariera kenna. Also hab i se schleifa lossa. Ich hab egschdrig gschaugd, wo ma des au guad macha duad ond hab oin gfunda, der des ka. Dr Breis war passabl ond meine Messr so scharf, dass an Papierboga en dr Lufd drmid hosch schneida kenna - er hod's mir zoigd ond i habs drhoim nomml brobierd.

14 Deg ischs guad ganga, abr ledschds Wochaend, i wolld an großa Dobf voll Kürbissubb macha, da isch es bassierd. Dr Kürbis ond Kardoffla send scho im Dobf gwea, ganz fix isch es ganga, do hab i da Ingwer gschäld ond gschnidda, bis ... ja bis mei Ringfinger hod dra glauba missa. Hab i mir doch gladd mid meim großa scharfa Messer ganz flach dr halbe Nagl vom Ringfingr ragschnidda. Ja es hod jessesmäßig weh doa. Bluad hod's, wia wenn ma a Sau abgschdocha hädd. En dr ganza Wohnung hab i hendrher meine rode Schbura wegbudza missa. Ond wend alloi bisch, isch des mid deam Verbinda so a Sach. Dia Bflaschdr ond Babberla bebbed allwei da, wo se ned hi ghered. Des End vom Liad: Mei Kürbissubb hod desmoal wenigr Ingwer drin als sooschd - abr schmegga duad se drodzdem. Ond Ihr kennds Eich sicher sei, i hab scho aufbassd, dass vo mir nix end Subb neikomma isch.

Wenn Sie noch alte Schwäbisch-Augsburger Begriffe kennen, melden Sie sich bitte bei der StadtZeitung bei Redakteur Stefan Gruber unter Telefon 0821/5071-254, damit wir die "vergessenen Wörter" unseren Lesern wieder bekanntmachen können. 
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