An neuer Medizin-Fakultät wird Lehrstuhl für Allgemeinmedizin eingerichtet

Die Universität Augsburg erhält eine medizinische Fakultät. Dazu wird das Städtische Klinikum Augsburg in ein Universitätskrankenhaus umgewandelt. (Foto: Anastasia Trifanova)

Wer einen Termin beim Facharzt braucht, wartet oft Monate. Doch selbst, wer einfach nur zu "seinem" Hausarzt gehen möchte, hat in manchen ländlichen Regionen ein Problem. Kaum ein fertiger Mediziner möchte noch das Wagnis einer eigenen Praxis auf dem Land eingehen. Die niedergelassenen Allgemeinmediziner sind oft schon älter, ein Nachfolger nicht in Sicht. Bundesweit findet nur jeder zweite einen. Dagegen will man nun mit der neuen Fakultät für Medizin an der Universität Augsburg vorgehen.

Es wird auch ein Lehrstuhl für Allgemeinmedizin eingerichtet. Dieser wurde auch politisch gefordert. Wie aus dem bayerischen Wissenschaftsministerium verlautet, wird, vorbehaltlich der Verabschiedung des nächsten Doppelhaushalts durch den Landtag, der Lehrstuhl für Allgemeinmedizin schon 2019, beim allgemeinen Start der medizinischen Fakultät, dabei sein. Studenten, die sich dafür entscheiden, haben Vorteile bei der Studienplatzvergabe.

Die Landarztquote ist Teil eines Maßnahmenbündels der Staatsregierung im Rahmen des "Masterplans Medizinstudium 2020". Bis zu fünf Prozent aller Medizinstudienplätze im Freistaat sollen demnach für Studierende vorgehalten werden, die sich verbindlich bereiterklären, später als Hausarzt in Regionen zu arbeiten, die bereits ärztlich unterversorgt sind oder von Unterversorgung bedroht sind. (mg)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.