Modular unterm Kessel: Was für den Festival-Umzug bislang geplant ist

Auf dem Gaswerk-Areal wird im nächsten Jahr das Modular stattfinden. Foto: Hans Blöchl
 
Stadtjugendring-Vorsitzender Franz Schenck, Kulturreferent Thomas Weitzel, Gaswerkleiter Nihat Anac und Stadtwerke-Sprecher Jürgen Fergg (von links) stellten im Apparatehaus auf dem Gaswerk-Gelände vor, was die Modular-Besucher im kommenden Jahr erwarten wird. Foto: Andreas Keilholz/SJR

Das Modular-Festival zieht ab 2019 auf das Gaswerk-Areal. Künftig soll es rund um das Industriedenkmal Platz für bis zu 20.000 Besucher geben.

Das Gelände ist derzeit noch eine große Baustelle: Bauwagen, Bagger und Kräne verteilen sich auf einem sandigen Untergrund, auf dem in der Zukunft bis zu 20.000 Menschen Augsburgs größtes Festival feiern sollen. Das Modular, das als Aushängeschild der Jugendkultur der Fuggerstadt gilt, zieht 2019 auf das Gaswerk-Areal. Die Veranstalter stellten nun ihre Pläne für den neuen Standort vor.

"Popkultur steht ja schon immer im Kontext des Provisorischen, warum nicht auch hier?", gibt sich Franz Schenck optimistisch, dass das Modular am Gaswerk mit den Veranstaltungen der vergangenen Jahre mithalten kann. Schenck ist Vorsitzender des Stadtjugendrings, der das Festival von Beginn an organisiert. Veranstaltungsort war zuletzt der Wittelsbacher Park inmitten der Augsburger Innenstadt. Der Umzug nach Oberhausen hatte sich schon länger angedeutet, denn im Umfeld des Stadtparks gab es immer wieder Beschwerden - den Anwohnern war es zu laut, Naturschützer monierten, dass die Grünflächen nicht für ein Musikfestival geeignet seien. Lange verhandelten daher Stadtjugendring, Stadt Augsburg und der Gaswerk-Eigentümer, die Augsburger Stadtwerke. Nun habe man ein Ergebnis, "das alle Seiten zufrieden stellt", sagt Schenck.

"Modular auch für die nächsten Jahre gesichert"

Aus dem Gaswerk soll in nicht mehr ganz so ferner Zukunft ein Zentrum für Kultur werden - mit Theater, Ateliers und Räumen für Unternehmen der Kreativwirtschaft. "Uns ist bewusst, dass wir die kommenden drei Jahre bis zur kompletten Fertigstellung des Geländes Abstriche machen müssen", erklärt der Stadtjugendring-Vorsitzende, "jedoch sind wir gewillt, bereits 2019 ein Festival auch unter gegebenenfalls schwierigen Bedingungen auf die Beine zu stellen". Der Geschäftsführer des Stadtjugendrings, Helmut Jesske, schlägt ähnlich positive Töne an: "Mit dem zukünftigen Standort dürfte das Modular auch für die nächsten Jahre gesichert sein."

In den kommenden Monaten entsteht nun ein Bereich für eine Hauptbühne für bis zu 8000 Besucher. Insgesamt wird in einem ersten Schritt Platz für 10.000 Besucher geschaffen, langfristig soll das Gelände auf bis zu 20.000 Menschen ausgerichtet werden. In den kommenden Wochen werde an den Detailabstimmungen und an einem Finanzierungsmodell für die nächsten Jahre gearbeitet. Besonders erfreulich ist aus Sicht der Veranstalter, dass alle bisherigen Partner und Sponsoren sich auch 2019 wieder beteiligen wollen.

Zehn Jahre Modular: Zum Geburtstag erhöht sich der Zuschuss

Im nächsten Jahr steht zudem das zehnjährige Bestehen des Modulars an. Zum Geburtstag gibt es von der Stadt Augsburg eine Erhöhung des Zuschusses. Künftig erhalten die Festival-Macher 100.000 Euro, bislang waren es 75.000. Der Gesamtetat betrug zuletzt etwa 800.000 Euro.

Das Jugendfestival wird vom 20. bis 22. Juni 2019 stattfinden. Bis dahin haben Bauwagen, Bagger und Kräne dann hoffentlich das Gelände verlassen.
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