Open Akku: Solarstromspeicherbesitzer

Sonnenstrom vom eigenen Dach lässt sich gut selbst nutzen. Mit einem Solarstromspeicher lässt sich die Eigenverbrauchsquote auf das Doppelte steigern.

Teilnehmer für den Tag des offenen Stromspeichers im Landkreis Augsburg gesucht

Mit einer Solarstromanlage auf dem Hausdach lässt es sich gut strahlen. Eine Photovoltaik(PV)-Anlage mit fünf Kilowatt Leistung produziert über ein Jahr betrachtet rund 4.750 kWh Strom. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch einer vierköpfigen Familie. Mit Zeitschaltuhren oder Energiemanagern können davon bis zu 40 Prozent des eigenerzeugten Stroms selbst verbraucht werden. Damit schafft man sich ein Stück Unabhängigkeit vom Stromversorger. Da jedoch die Zeiten von Stromproduktion und Stromverbrauch oftmals auseinanderfallen, lässt sich der Strom nicht komplett selbst nutzen. Gerade im Winter läuft die Produktion von PV-Strom auf Sparflamme, nachts kommt sie komplett zum Erliegen. Wer den Eigenverbrauch deutlich erhöhen möchte, kann einen Batteriespeicher installieren. Darunter verbirgt sich ein Akkusystem im Keller – ungefähr so groß wie ein kleiner Kühlschrank – das geladen wird, wenn die PV-Anlage mehr Strom erzeugt, als im Haushalt verbraucht wird. Erst wenn der Batteriespeicher voll ist, wird der PV-Strom ins Netz eingespeist. In der Regel ist der Batteriespeicher so ausgelegt, dass der Speicher den Strom für den Haushalt von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang bereitstellt.

Beinahe jede zweite Photovoltaik-Anlage auf dem Hausdach wird aktuell in Deutschland gemeinsam mit einem Solarstromspeicher installiert. In der Regel wird auf diese Weise der Eigenverbrauch auf bis zu 80 Prozent verdoppelt. So kann Geld gespart werden, denn bereits heute sind die meisten Batteriespeicher wirtschaftlich. Außerdem wird das Netz durch die Reduktion von Einspeisespitzen und des Abendbezugs erheblich entlastet.

Mit 13.000 Photovoltaikanlagen erzeugt der Landkreis Augsburg bereits 300 Millionen Kilowattstunden Strom (Stand 2017). Laut dem Klimaschutzkonzept der Stadt Augsburg und den umliegenden Landkreisen ist dies jedoch noch zu wenig: Bis 2030 soll der CO2-Ausstoß bereits um 55 Prozent reduziert sein. Dafür sollen vermehrt Solaranlagen auf Hausdächern zugebaut werden – dieser Ausbau steht jedoch erst bei 40 Prozent. Dabei bestehen in der Region beste Ausgangsvoraussetzungen: die Sonneneinstrahlung ist weit höher als im Bundesdurchschnitt. Die zahlreichen Vorteile von Stromspeichern, deren Technologie fortwährend verbessert und kostengünstiger wird, bieten so die Möglichkeit, den Zubau von PV-Anlagen zu erhöhen.

Teilnahme als Aussteller beim „Open Akku“

„Um über die Möglichkeiten von Stromspeichern und im Speziellen über die positiven Effekte eines solchen in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage zu informieren, haben wir uns dazu entschieden, am Sonntag, 14. Juli, einen Tag des offenen Stromspeichers zu veranstalten“, erklärt Landrat Martin Sailer. Dafür werden nun Hausbesitzer und -innen gesucht, die bereits einen Solarstromspeicher besitzen und bereit sind, ihre Türen für Interessierte zu öffnen. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen und Interessierten Rede und Antwort zum Betrieb und dem Leben mit Solarstromspeichern zu stehen. Auch Unternehmen, die mit PV-Anlage und Speicher die Sonne für sich arbeiten lassen, werden gesucht. Interessenten können sich telefonisch unter 0821 3102 2195 oder via E-Mail an klimaschutz@LRA-a.augsburg.de melden.
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