Viel Prominenz beim CSU – Neujahrsempfang

Bernd Zitzelsberger (links) und Staatssekretär Johannes Hintersberger überreichten zusammen mit Marta del Re und Stefan Hargesheimer von der Pfarrjugend der Ministerin eine Torte als Dank. Foto Blöchl
 
Sozialministerin Emilia Müller. Foto Blöchl
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SPD sorgt für unterschwellige Spannung.

Der rührige Ortsvereinsvorsitzende Bernd Zitzelsberger und seine Mannschaft hatten den Pfarrsaal Herz – Jesu wieder sehr ansprechend und festlich vorbereitet, ein Umstand den auch die Gastrednerin Sozialministerin Emilia Müller ausdrücklich lobte. Viel Prominenz aus der Augsburger CSU, unter anderem Fraktionschef Bernd kränzle und MdB Volker Ulrich, gab sich die Ehre. Auch für die Pferseer Vereine und Organisationen stellt der Empfang einen wichtigen Ausgangspunkt des Jahres dar.

Eines war aber im Unterschied zu den Vorjahren zu sehen und zu spüren. Noch öfters als sonst waren beim Neujahrsempfang der die Smartphones auf oder unter dem Tisch zu sehen. Dabei ging es nicht um richtungsweisende Worte von CSU – Chef Horst Seehofer oder dem abwesenden Oberbürgermeister Kurt Gribl, auch der FCA spielte nicht. Das offene Geheimnis Parallel diskutierte die SPD auf ihrem Bundesparteitag, ob sie in Verhandlungen über eine Große Koalition gehen wollte oder nicht. Das sorge auch bei der CSU für Spannung und Neugier.Schon der Zeitplan musste umgestellt werden. Die Gastrednerin Ministerin Emilia Huber und ihr Staatssekretär Johannes Hintersberger sprachen gleich zu Beginn, sie mussten dann nach der Entscheidung der SPD zu Gesprächen nach München Einige Erleichterung war zu spüren, als die Nachricht von der Zustimmung in der SPD durchsickerte.


Bayern ist Spitze - das Eigenlob!

Müller hob in ihrer Rede die Bedeutung von Ehrenamt und einer „Kultur des Miteinanders“ hervor, ohne die eine Gesellschaft nicht funktionieren kann. .In „nicht einfachen Zeiten“ sind die Bürger selbst gefordert, durch Verantwortung den Zusammenhalt der Gesellschaft sicherzustellen. Sie betonte die Risiken aber auch Chancen, die „Globalisierung und Digitalisierung mit sich bringen!“, Bayern beschrieb sie dabei als „herausragend dastehend in einer herausfordernden Welt!“ Die Beschreibung Bayerns gipfelte in der Aussage, dass Bayern das „Leistungsherz Deutschlands“ ist.
Die CSU habe in den Sondierungen mit der SPD „bayerische Kernanliegen“ durchgesetzt, so z.B. die Begrenzung von Zuwanderung, den Abbau des Solidaritätszuschlages und entsprechende Mittel für den Ausbau der Infrastruktur. Bayern als „Familienland Nr.1! stehe für das traditionelle Familienbild, das wurde durch entsprechende Vereinbarungen zur Familienpolitik untermauert. Verbesserungen beim Kindergeld gehören genauso dazu wie weitere Schritte bei der Mütterrente.

Zuwanderung als wichtigstes Thema. 

Großen Raum in ihrer Reden nahmen die Themen „Migration und Integration“ ein. Viel Beifall erhielt sie für ihre Aussage, dass „Bayern ein christlich geprägtes Land ist und auch bleiben wird!“Sie betonte Bayern fördert die Integration wie kein anders Land“, gleichzeitig rief sie zur Begrenzung der Migration nach Deutschland auf. Dabei war für sie ein klarer „Grenzwert“ für die Aufnahme von Flüchtlingen genauso wichtig wie die Aussetzung des Familiennachzuges, der Aufbau von „Aufnahme, Entscheidungs- und Rückführungszentren!“ und die konsequente Abschiebung. „Nicht gerade christlich!“ kommentiert ein Zuhörer leise diese Ausführungen. Der großen Mehrheit der Besucher schien sie aber aus der Seele zu sprechen.
Dass nach dem Aufbruch der Ministerin auch ein großer Teil der Parteiprominent aus Augsburg die Veranstaltung vorzeitig verließ, fiel manchem Besucher doch etwas unangenehm auf. Die Erfolgsbilanz der Pferseer CSU, die Zitzelsberger vortrug, hatte so nicht mehr die Zuhörer wie zu Beginn des Empfangs.
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