88-Jährigen zu Tode geschubst: Porsche-Fahrer muss drei Jahre in Haft

Das Augsburger Landgericht hat einen Porsche-Fahrer zu drei Jahren Haft verurteilt. Er hatte einen 88-Jährigen geschubst, der an den Folgen des Sturzes verstarb. (Foto: Sebnem Ragiboglu-123rf.de)

Der Porsche-Fahrer, der einen Rentner auf dem Parkplatz der Hessing-Kliniken umgestoßen hat, wurde vom Landgericht zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Der 88-Jährige war an den Folgen des Sturzes nach sechsmonatiger Leidenszeit gestorben.

Der Vorfall ereignete sich im August 2016. Der 51-jährige Angeklagte fuhr mit seinem Porsche-Cabrio auf den Parkplatz der Hessing-Klinken in Augsburg-Göggingen ein. Dort stand ihm der Senior im Weg, der vertieft in seinem Geldbeutel kramte. Der Angeklagte ließ den Motor seines Wagens aufheulen, um den 88-Jährigen so aufzufordern, aus dem Weg zu gehen.

Der Senior betitelte den Porsche-Fahrer daraufhin als "Vollidioten", woraufhin der Angeklagte ausstieg und den körperlich unterlegenen 88-Jährigen schubste. Aus Angst, weil der ihm zu nahe gekommen sei, wie der Angeklagte während des mehrtägigen Prozesses aussagte.

88-Jähriger wird zum Pflegefall und stirbt schließlich

Der Rentner stürzte, fiel mit dem Hinterkopf auf den Asphalt und erlitt einen Schädelbasisbruch. Das Opfer wurde zum Pflegefall, musste künstlich ernährt werden. Zudem war er nicht mehr fähig zu sehen und zu riechen, bis er im Februar 2017 an einem Herzinfarkt verstarb.

Alles ein Resultat aus dem Streit auf dem Parkplatz. Der Angeklagte, der aus dem nördlichen Landkreis Augsburg stammt, hätte das vorhersehen können, als es zu der Auseinandersetzung kam. Dennoch stuften die Kammer und Richterin Riedel-Mitterwieser den Fall als minderschwer ein. Unglückliche Umstände, die auf eine Tat im Affekt fußten. Zumal der 51-Jährige gestanden und aufrichtige Reue gezeigt habe.

Sie verurteilte den Mann schließlich wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von drei Jahren.
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