Anwohner beschweren sich über herumlungernde Jugendliche: Nun gab es ein Nachspiel vor Gericht

Ein 20-Jähriger hat einen Ordnungsdienstmitarbeiter mit unflätigen Ausdrücken beleidigt. Nun musste er sich vor dem Amtsgericht verantworten. (Foto: skycinema,123rf.com)


Immer wieder fühlen sich Anwohner gestört, wenn Jugendliche in Gruppen herumlungern, gröhlen und trinken. Immer öfter hört man Beschwerden rund um die City-Galerie, doch auch anderswo leiden die Anwohner unter rücksichtslosen Jugendlichen.

Ende Oktober vergangenen Jahres trafen sich wieder einmal Jugendliche bei einer Wohnanlage an der Schertlinstraße. Anwohner riefen den Ordnungsdienst. Ein mittlerweile 20-Jähriger wollte sich nicht kontrollieren lassen. Er beleidigte den Mann vom Ordnungsdienst mit unflätigen Ausdrücken. Deshalb stand er kürzlich wegen Beleidigung vor dem Amtsgericht Augsburg.

In der Vergangenheit hatte man bei dem jungen Mann bereits eine schwere Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Er nahm Psychopharmaka. Aktuell, so berichtete er Jugendrichterin Ortrun Jelinek, sei er auf einem guten Weg. Er hoffe, demnächst Arbeit zu finden.

Staatsanwältin Katharina Kling forderte zwei Freizeitarreste und 80 Stunden soziale Hilfsdienste, obwohl der Bursche kurz nach seinen Ausfälligkeiten den Ordnungsamtsmitarbeiter um Verzeihung gebeten hatte. Allerdings hatte dieser die Entschuldigung nicht angenommen.

Richterin Jelinek verurteilte den 20-Jährigen schließlich zu 40 Stunden Arbeit. Zudem wird er sechs Monate lang unter Betreuung gestellt. (mg)
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