Caiuby zu Geldstrafe verurteilt: FCA-Spieler zahlt 22.500 Euro wegen Schwarzfahrens

Caiuby Francisco da Silva muss eine Geldstrafe wegen Schwarzfahrens bezahlen. Foto: Alex Heinle

Augsburg (mg) Zu einer Geldstrafe von 22 500 Euro wurde jetzt rechtskräftig ein Spieler des FCA verurteilt: Caiuby Francisco da Silva muss 30 Tagessätze zu je 750 Euro wegen Schwarzfahrens bezahlen. Er hatte gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt, diesen dann aber jetzt auf die Tagessatzhöhe beschränkt.

Im Herbst 2017 wurde der Profispieler des Bundesligisten FCA im Zug zwischen München und Augsburg ohne Fahrkarte ertappt. Deshalb erließ das Amtsgericht einen Strafbefehl gegen den 30-Jährigen. Gegen diesen legte der Brasilianer Einspruch ein. So kam es zur Verhandlung.

Das Gesetz sieht für eine sogenannte Leistungserschleichung eine Freiheitsstrafe von einem Monat bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. Freilich landet nicht jeder Schwarzfahrer vor Gericht, zumal nicht jeder Kontrolleur sich veranlasst sieht, die Polizei zuzuziehen. Meist wird lediglich ein "erhöhtes Beförderungsentgelt" erhoben. Dass ein derartiges Vergehen vor Gericht landet, brauchte es schon besondere Umstände: Beispielsweise, dass jemand nicht zum ersten Mal beim Schwarzfahren ertappt wird oder sich nicht ausweisen kann.

Gegen Caiuby war zunächst im August ein Strafbefehl über 30 000 Euro ergangen. Gegen diesen hatte der Fußballer Einspruch eingelegt. So hätte eigentlich eine öffentliche Verhandlung angestanden. Nun aber beschränkte der 30-Jährige seinen Einspruch auf die Höhe der Strafe. Er machte sein tatsächliches Gehalt glaubhaft. Daraufhin wurde die Tagessatzhöhe von 1000 auf 750 Euro gesenkt.

Noch ein weiteres Verfahren erwartet den Links-Außen-Stürmer, den der FCA 2014 für eine Million Euro vom FC Ingolstadt ablöste. Es geschah angeblich nach dem letzten Heimspiel der vergangenen Saison, das am 5. Mai nachmittags gegen den FC Schalke 04 stattfand und dem FCA eine 1:2-Niederlage bescherte. Nachts soll Caiuby dann auf der Maxstraße einem 25-jährigen Fan, der ihn wohl nervte, indem er andauernd seinen Namen rief, einen Kopfstoß verpasst haben.

Caiuby Francisco da Silva, Spitzname "Kai-Uwe", schoss in der vergangenen Saison fünf Tore in 33 Spielen. In der laufenden Saison brachte er es auf acht Einsätze und einen Treffer. In die Schlagzeilen geriet er auch, als er im Sommer eigenmächtig seinen Urlaub um neun Tage verlängerte und deshalb das Trainingslager verpasste. Das stieß die FCA-Granden umso sauerer auf, als Caiuby erst im Winter eigenmächtig seine Reha, die er in seiner Heimat wegen einer Knieverletzung absolvierte, verlängert hatte.

Aktuell ist der Sportler erneut verletzt. Im Verlauf eines Kopfballduells mit Nachwuchsspieler Simon Asta im Training knickte er am Montagnachmittag um. Mit bandagiertem rechten Knöchel musste der 30-Jährige, der 2009, ein Jahr, nachdem er nach Deutschland gekommen war, mit dem VFL Wolfsburg Deutscher Meister wurde, den Platz verlassen.

Im Hinblick auf das aktuelle Verfahren wegen des Schwarzfahrens hatte die Staatsanwaltschaft ein weiteres eingestellt. Dem Fußballer wurde Bedrohung vorgeworfen. Die Strafe dafür wäre angesichts der für die Leistungserschleichung vernachlässigbar, hieß es.
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Klaus-Dieter Löbel aus Großaitingen | 20.10.2018 | 18:53  
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