Doppelmord von Hirblingen: Bundesgerichtshof bestätigt Urteil des Augsburger Landgerichts

Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Doppelmörders von Hirblingen verworfen. (Foto: Sebnem Ragiboglu/ 123rf.com)
Der Bundesgerichtshof hat am 1. August die Revision des Angeklagten im sogenannten Hirblinger Doppelmord verworfen und damit das Urteil des Landgerichts Augsburg bestätigt.

Dieses hatte den Angeklagten am 28.November 2017 unter anderem wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und dabei auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Der Angeklagte (Verteidiger: Rechtsanwalt Rubach und Rechtsanwalt Schmid) hatte sich in der Hauptverhandlung zu den Tatvorwürfen nicht geäußert.Das Urteil des Landgerichts Augsburg ist damit rechtskräftig.


Der angeklagte Waldemar N. hatte seine beiden Nachbarinnen im Dezember 2016 mit Messern bewaffnet zu Hause aufgesucht und schließlich "intensivste und massivste Gewalt ausgeübt", wie Richterin Susanne Riedel-Mitterwieser in ihrer Urteilsbegründung erklärte. Mehrfach habe er mit dem Messer auf die Nachbarinnen eingestochen. Deshalb sah das Gericht eine besondere Schwere der Schuld als gegeben. Die machte es auch am Motiv fest: Habgier. Chronisch klamm sei Waldemar N. gewesen. Vor den Morden brachte er die Geheimnummern für die Bankkarten von Beate N. in Erfahrung.  

DNA-Spuren des Mannes am Tatort und Blut der Nachbarinnen in seiner Wohnung gehörten zu den erdrückenden Indizien gegen Waldemar N. Die Kammer habe keinen Zweifel an seiner Schuld, wie Riedel-Mitterwieser sagte.
Diesem Urteil hat sich nun auch der Bundesgerichtshof angeschlossen und die Revision des Mannes verworfen.
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