Einbrüche gehen in der Region massiv zurück: Polizei fasst mehrere Bandenmitglieder

Gute Nachrichten: Immer seltener schaffen es Einbrecher in die Wohnung: Im vergangenen Jahr wurden in Augsburg 105 Wohnungseinbrüche gezählt, das Jahr zuvor waren es mit 221 Einbrüchen noch mehr als doppelt so viele. (Foto: flynt, 123rf.com)

Auf den starken Rückgang in einem Bereich ist die nordschwäbische Polizei besonders stolz: Die Anzahl der Wohnungseinbrüche ist 2017 massiv gesunken. Im vergangenen Jahr wurden in Augsburg 105 Wohnungseinbrüche gezählt, das Jahr zuvor waren es mit 221 Einbrüchen noch mehr als doppelt so viele.

"Es ist uns gelungen, die negative Entwicklung zu stoppen und den Trend umzukehren", sagt Marco Böck, Leiter des Bereichs Kriminalitätsbekämpfung im Polizeipräsidium Schwaben-Nord. Dies sei "ein toller Erfolg der Arbeit aller Kollegen, die in diesem Bereich tätig sind".

Die Polizei führt die Entwicklung auch darauf zurück, dass sie die Ermittlungsarbeit neu organisiert hat. Alle Einbrüche im Raum Augsburg werden inzwischen zentral von Fachleuten der Kripo untersucht. Die Ermittler können auf diese Weise schneller Einbruchsserien erkennen und bestimmte Verhaltensmuster von Tätern analysieren. Die Augsburger Polizei kam so mehreren internationalen Banden auf die Spur.

Der Kripo gelang etwa die Festnahme eines 29-jährigen mutmaßlichen Einbrechers in der spanischen Hafenstadt Alicante. Er wurde Ende August durch die spanischen Behörden ausgeliefert. Der Mann war Mitglied einer rumänischen Bande, die für insgesamt 26 Wohnungseinbrüche in Nordschwaben und Rottweil in Baden Württemberg verantwortlich gemacht wird. Ebenfalls in Spanien erfolgte im September die Festnahme eines 23-Jährigen, dem vorgeworfen wird, Mitglied einer albanisch-rumänischen Gruppierung zu sein, die Anfang 2017 16 Einbrüche in der Region begangen haben soll. Im Frühjahr und Sommer vergangenen Jahres wiederum verübten Unbekannte insgesamt 19 Wohnungseinbrüche im südlichen Landkreis Augsburg und im Raum Dachau. Diese Taten werden einer moldawischen Bande zugeordnet, ein 26-jähriges mutmaßliches Mitglied wurde im September in Lissabon festgenommen. Im Oktober nahm die Augsburger Polizei dann in Zusammenarbeit mit Beamten aus München, Rosenheim und Waiblingen zwei mutmaßliche Mitglieder einer albanischen Gruppe fest, der 15 Einbrüche in Nordschwaben zur Last gelegt werden.

Böck geht auch davon aus, dass die Aufklärungsarbeit der Polizei wirkt. In Augsburg scheiterten die Einbrecher im vergangenen Jahr in rund 55 Prozent der Fälle.

Zudem greifen Präventionsmaßnahmen und operative Einsätze. Insbesondere in den dunklen Wintermonaten seien, mit Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei, nahezu wöchentlich offene und verdeckte Streifen in Wohngebieten unterwegs gewesen. (jaf)
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