Großbrand im Sozialzentrum der Caritas: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter fest

Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Kriminalpolizei Augsburg davon aus, dass der Großbrand bei der Caritas von Brandstiftern ausgelöst wurde. (Foto: Laura Türk)

Nach dem Großbrand im Sozialzentrum der Caritas hat die Polizei nun einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Am 8. Juli brannte das Gebäude der Caritas komplett aus, 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Da das Feuer immer wieder aufloderte, musste die Halle teilweise mit Baggern und Radladern abgerissen werden.

Der Brandschaden bewegt sich wohl im hohen sechsstelligen oder sogar siebenstelligen Bereich, die Mitarbeiter und der Vorstand der Caritas zeigten sich aber vor allem davon betroffen, dass den Bedürftigen, die regelmäßig zum Sozialzentrum kamen, nicht mehr umfassend geholfen werden konnte. „Es ist tragisch, dass man den Verdacht der Brandstiftung haben muss“, sagte damals Geschäftsführer Walter Semsch.

Nun hat sich dieser Verdacht wohl bestätigt: Die Brandfahnder der Kriminalpolizei Augsburg gehen nach aktuellem Ermittlungsstand von Brandstiftung aus. Die Ermittlungsgruppe mit elf Beamten sei dabei nach wie vor mit der Aufarbeitung der sehr komplexen Spurenlage beschäftigt.

Anhand von Auswertungen habe sich aber zwischenzeitlich ein Tatverdacht gegen einen 28-jährigen Mann ergeben. Dieser wurde am vergangenen Wochenende festgenommen und dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt, der den von der Staatsanwalt beantragten Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung in Vollzug setzte.

Nähere Einzelheiten, insbesondere zum Motiv des Täters, will die Polizei derzeit noch nicht bekannt geben, da diese Gegenstand der laufenden Ermittlungen sind. Diese werden zeigen, ob der derzeit bestehende Tatverdacht erhärtet werden kann. (Update: Der Verdächtige wurde inzwischen wieder freigelassen)
Unabhängig von der Festnahme wertet die Ermittlungsgruppe weiterhin alle Hinweise aus der Bevölkerung aus, wobei auch das extra eingerichtete Upload-Portal gut genutzt würde. Insgesamt haben bereits mehr als 20 Bürger Datenträger mit Filmen und Fotos zur Verfügung gestellt, deren Großteil bereits ausgewertet ist und für die Ermittlungen hilfreich war.

Das Upload-Portal steht auch weiterhin unter: https://medienupload-portal01.polizei.bayern.de/ zur Verfügung. Sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei nach wie vor auch unter Telefon 0821/323 3810. (pm)
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