Vermeintlicher Einbrecher: Anwohner nimmt Marktforscher in den Schwitzkasten

Ein Anwohner hat einen Marktforscher für einen Einbrecher gehalten und im Hausflur eingesperrt. Die Polizei konnte das Missverständnis aufklären. (Foto: Symbolbild/ Christoph Maschke)


Ein Anwohner in der Wellenburger Straße in Göggingen hat am Montag einen vermeintlichen Einbrecher dingfest gemacht. Das teilt die Polizei in ihrem Pressebericht mit.

Der Anwohner beobachtete einen 64-Jährigen, der sich in einem Treppenhaus die Namen der Bewohner auf einer Liste notierte. Aus Angst, es könne sich um einen Einbrecher handeln, sperrte der 60-Jährige den Unbekannten kurzerhand in einen Flur ein. Eine Anwohnerin befreite ihn schließlich, was erneut ihren Nachbarn auf den Plan rief. Dieser trieb den Mann mit Schlägen durch das Treppenhaus und nahm ihn letztendlich in den Schwitzkasten, um ihm die Namensliste abzunehmen. Währenddessen trafen die hinzugerufenen Polizeibeamten ein und konnten selber die Ermittlungen übernehmen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich bei dem "Opfer" um einen Marktforscher handelte, der vor Ort seinen Beruf ausüben wollte. Der übereifrige Anwohner muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung verantworten.
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