Am Samstag startet die Afa: Wissenswertes zur 70. Augsburger Frühjahrsausstellung

Zwei Generationen Messe: Die früheren Geschäftsführer der Messegesellschaft Afag Hermann (vorne links) und Heiko Könicke übergaben die Geschäftsleitung Anfang des Jahres an ihre Söhne Thilo (stehend, links) und Henning Könicke. Foto: David Libossek

Augsburg - Ein Fuchs folgt Landrat Martin Sailer. Er läuft auf zwei Beinen in leicht federndem Gang. Als das ungewöhnliche Duo aus Politiker und Raubtier durch die Tür tritt, beginnt der Fuchs mit den Armen grüßende Gesten zu vollführen. Die absurde Szene spielt sich auf der Vorstellung der Frühjahrsausstellung ab und ist ein klein bisschen weniger merkwürdig, wenn man weiß, dass der Fuchs ein Mensch in einem Plüschkostüm ist und das neue Maskottchen des Landkreises Augsburg darstellt.

Warum ein Fuchs, versuchte Sailer zu erklären: "Ein schlaues Tier und die Besucher sollen von der Afa schlauer nach Hause gehen." Dazu möchte der Landkreis wieder mit einem Stand beitragen. Hell, variabel zu gestalten und Themen wie Naherholung, Sport oder Bildung behandelnd, schwärmt Sailer.

Der Kreis ist ein Aussteller in Halle eins, der Regionalhalle der Augsburger Frühjahrsausstellung, kurz Afa, die am Samstag startet. Im "Herzstück", wie Thilo Könicke, einer der beiden Messe-Geschäftsführer die Halle nennt, sind unter anderem auch Lech- und Stadtwerke vertreten. Letztere bieten zusätzlich eine Spielstraßenbahn im Außenbereich.

Der wird in diesem Jahr stärker frequentiert, denn die 570 erwarteten Aussteller auf der Messe rücken heuer ein wenig enger zusammen. Grund dafür ist die Halle zwei, die neu gebaut werden soll. Derzeit werde im Inneren gearbeitet, berichtet Könicke. Im Freien können die Besucher an Foodtrucks, das ist die moderne Variante eines Imbisswagens, schlemmen. Ein üppiger Bereich wird fünf Themengärten Platz bieten. Ein Schwerpunkt solle darauf liegen, "dass Familien wieder mehr Zeit gemeinsam im Garten verbringen", sagt Floristmeisterin Beatrix Schaffranka, die für die Gartengestaltung verantwortlich ist.

Die Veranstalter wollen das Platzproblem zudem durch wechselnde Sonderausstellungen lösen. Zunächst gastieren die Energiemesse Renexpo und die Autoschau auf der Afa, ehe sich die Heimtiermesse mit rund 40 Ausstellern, größtenteils Vereine, präsentiert. Mehr als 100 Teilnehmer haben für einen Agility-Wettbewerb gemeldet, einem Parcours für Hund und Herrchen. Die Meerschweinchenfreunde präsentieren die Schönheitskönigin unter ihren Tieren.

Auch die Sportvereine zeigen ihr Angebot - und zwar zum selbst ausprobieren: Von Football über Klettern, Bogenschießen und Boxen bis hin zum Tauchen in einem 40 000 Liter fassenden Wassertank. In Halle sechs können derweil digitale und analoge Spiele getestet werden.

Doch nicht nur um Freizeit soll es auf der Messe gehen: Auch das Handwerk ist vertreten und will jungen Leuten berufliche Möglichkeiten aufzeigen. Ein spezieller Aussteller ist die Firma Siegmund, die sich bei Oberottmarshausen angesiedelt hat. Man wolle sich der Region vorstellen, kündigt Geschäftsführer Bernd Siegmund an. Das Unternehmen stellt Großschweißtische her, an denen etwa Teile für Achterbahnen oder Trams gefertigt werden.

Ziel der Messe, sagte Thilo Könicke, sei ein "kleines Plus auf die Besucherzahl draufzupacken". 84 700 kamen im Vorjahr. Es ist wohl nicht zu forsch formuliert, wenn man behauptet, die Veranstalter möchten die 85 000-Gäste-Marke knacken.
Die Afa läuft von Samstag, 7., bis Sonntag, 15. April. Geöffnet ist sie jeweils von 9.30 Uhr bis 18 Uhr. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist an den Automaten des AVV ein Kombiticket erhältlich. Alle Termine stehen auf www.afa-messe.de. (
Von David Libossek)
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