Bahnpark wird in Nutzungszonen aufgeteilt: Museum im Norden, städtebauliche Entwicklung im Süden

Die Arbeiten auf dem Bahnpark-Gelände sind in vollem Gange. Das Areal soll in Nutzungszonen aufgeteilt werden. (Foto: Bahnpark Augsburg)

Schweres Gerät und umfangreiche Rangierarbeiten konnten in den vergangenen Tagen und Wochen im Süden des Augsburger Bahnparks an der Firnhaberstraße beobachtet werden. Hintergrund: Der Bahnpark wird in Nutzungszonen aufgeteilt. Das ist das Ergebnis einer Umstrukturierung, die bereits vor über einem Jahr in die Wege geleitet wurde und nun auch vor Ort ihre ersten Auswirkungen zeigt: Mit Schweißbrennern wurden Schienen getrennt. Bagger setzten Prellböcke. Zuletzt wurden abgestellte Eisenbahnfahrzeuge aus dem südlichen Bereich des Geländes abtransportiert.

„Eines der größten Industriedenkmäler Bayerns wird zukunftsfähig gemacht“, sagt Bahnpark-Geschäftsführer Markus Hehl zu den derzeitigen Arbeiten auf dem Gelände. Die Vorbereitungen dazu hatten schon Anfang 2018 begonnen, als mit Bescheid des zuständigen Ministeriums insgesamt neun Gleise stillgelegt und vom restlichen Gleisnetz getrennt wurden. Anfang April 2019 folgte der nächste Schritt: Mit der Plangenehmigung der Regierung von Oberbayern wurden Schienen zerschnitten und Prellböcke vor einem bereits offiziell stillgelegten Gleisfeld im Süden montiert.

Damit setzt der Bahnpark zum einen den Planfeststellungsbeschluss um, der Ende 2017 von der zuständigen Regierung von Oberbayern erlassen wurde. Zum anderen soll ein Strukturplan vollzogen werden, der für die Zukunft grob gesagt zwei Nutzungszonen für den Bahnpark vorsieht:
Der nördliche Teilbereich des rund 27.000 Quadratmeter großen Industriedenkmals bleibt dem Bahnbetrieb und der Kulturnutzung „Rundhaus Europa“ vorbehalten.Auf dem südlichen Teilbereich hingegen strebt der Bahnpark zusammen mit der Isaria Wohnbau AG eine Quartiersentwicklung an, welche nach erfolgter Freistellung der Fläche in Abstimmung mit der Stadt Augsburg begonnen werden kann. An der Freistellung der Flächen von Bahnbetriebszwecken arbeite die Isaria Wohnbau AG bereits mit Hochdruck.


Isaria hat im vergangenen Jahr die ehemalige Bahnfläche zwischen Bahnpark und Messe mit circa 87.500 Quadratmetern erworben. Die Wohnbaugesellschaft und der Bahnpark wollen somit "eine üppige zusammenhängende Fläche in eine städtebauliche Entwicklung einbringen", heißt es von Hehl. (pm) 
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