Caritas Neubau schreitet voran: Suche nach dem Brandstifter dauert an

Nur die Bodenplatte blieb nach dem verheerenden Brand vom Juli 2018. Auf dieser wird das Sozialzentrum der Caritas derzeit wiederaufgebaut.

Das Feuer wütete verheerend: Bei dem Brand am 8. Juli vergangenen Jahres wurde das Sozialzentrum der Caritas in Göggingen komplett zerstört. Die Polizei ging danach von Brandstiftung aus. Ein Augenzeuge meldete sich, der einen Verdächtigen beobachtet hatte. Bald wurde ein mutmaßlicher Täter festgenommen. Wie sich herausstellte, hatte der ehemalige Mitarbeiter der Sozialorganisation aber ein Alibi. Bis heute ist der Brandstifter nicht gefunden. Indes schreitet der Wiederaufbau des Gebäudes voran.

Als kaum zwei Wochen nach der Tat ein 28-Jähriger, der in der Nähe des Zentrums wohnte, in Untersuchungshaft kam, schien der Fall gelöst. Die Kriminalpolizei vermutete, dass der Mann sich an seinem ehemaligen Arbeitgeber rächen wollte, weil sein Vertrag nicht verlängert worden war. Doch der Augenzeuge erkannte in dem 28-Jährigen den Verdächtigen nicht wieder. Er bestritt die Tat ohnehin, legte ein Alibi vor. Weitere Ermittlungen ergaben ebenfalls keine neuen Verdachtsmomente gegen den Mann. Das Verfahren gegen den 28-Jährigen wurde kürzlich mangels hinreichendem Tatverdacht eingestellt.

Ob der Brandstifter jemals gefunden wird, ist fraglich. Die Versicherung springt ein. Nun wird das Holzgebäude wieder aufgebaut, getreu den Plänen für das abgebrannte, das erst 2010 eröffnet worden war. Es beherbergte Büros, das Möbel- und Kleiderlager der Caritas, diverse Beratungsstellen und ein Café. 120 Angestellte, darunter viele Ein-Euro-Jobber, arbeiteten dort. Mehrere Hundert Hilfesuchende pilgerten täglich an die Depotstraße.

Die Arbeiten schreiten zügig voran und sollen nach Möglichkeit noch heuer beendet werden. Allerdings wird der Bau, nicht zuletzt wegen der zwischenzeitlich gestiegenen Kosten in der Branche, rund eine Million Euro teurer als vor neun Jahren. Vier Millionen Euro investiert die Caritas.
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