Dauerbrenner Caiuby begeistert auch beim Rückrundenauftakt des FC Augsburg

Caiuby krönte seine starke Leistung gegen den Hamburger SV mit der Vorlage zum Siegtreffer. (Foto: Klaus Rainer Krieger)
Augsburg: WWK Arena |

Caiuby fällt auf. Nicht nur durch seine ungewöhnliche Frisur, sondern in dieser Saison vor allem als Dauerbrenner auf der linken Offensivseite des FC Augsburg. Auch beim Sieg gegen den Hamburger SV war der Brasilianer wieder eine der prägenden Figuren im Spiel der bayrischen Schwaben.

Beim Rückrundenauftakt gegen den Hamburger SV wurde der brasilianische Wuschelkopf in der vierten Spielminute das erste Mal auffällig. Relativ unbedrängt und mit viel Freiraum ausgestattet entschied sich Caiuby statt für den Pass auf den besser postierten Sergio Cordova jedoch für den eigenen Abschluss, der klar am Tor vorbeistrich. Ähnlich erging es ihm selbst dann rund zehn Minuten später, als er von Michael Gregoritsch in aussichtsreicher Position übersehen wurde. Auch wenn in beiden Situationen nichts Zählbares heraussprang, waren sie doch bezeichnend. Wenn es gefährlich wird vor dem gegnerischen Tor, ist der 29-Jährige in dieser Saison nicht selten beteiligt.

Seit 2014 steht Caiuby Francisco da Silva, so der vollständige Name des Brasilianers, bereits in Diensten des FC Augsburg, der dessen Vertrag im Sommer bis 2020 ausweitete. Dabei stand die fußballerische Zukunft Caiubys beim FCA im vergangenen Jahr sogar kurzzeitig auf der Kippe. Der robuste Flügelspieler absolvierte in der vergangenen Saison aufgrund einer komplizierten Knorpelverletzung nur fünf Bundesligaspiele. Caiubys Entscheidung, seine Reha statt in Augsburg in seiner Heimat Brasilien zu absolvieren, sorgte für Verwunderung und kleiner Spannungen zwischen Verein und Spieler. Ein Kapitel, das jedoch schon lange beiseitegelegt ist.

Dauerbrenner auf der linken Offensivseite

In dieser Spielzeit ist der Brasilianer der Dauerbrenner des FC Augsburg. Alle 18 Bundesligaspiele absolvierte er in dieser Saison, nur Drei davon nicht über die volle Distanz. Zusammen mit Philipp Max bildet er derzeit ein kongeniales Duo auf der linken Seite der bayrischen Schwaben. Seine Vorlage auf Ja-Cheol Koo zum entscheidenden Siegtreffer kurz vor dem Pausentee war bereits die siebte Torbeteiligung in dieser Saison. Mit drei Torvorbereitungen ist er der zweitbeste Vorlagengeber des FCA hinter Max.

Auf dem Platz begeistert Kai-Uwe, wie er von Mitspielern und Fans gerufen wird, nicht nur mit seiner Schnelligkeit und robusten Spielweise, sondern auch durch stetige Kampfbereitschaft. 10,13 Kilometer läuft der Linksaußen im Schnitt pro Spiel und zeigt sich dabei auch regelmäßig in der eigenen Defensive. Mit seiner Kopfballstärke ist er zudem häufig die erste Anspielstation im Aufbauspiel der Fuggerstädter bei langen Bällen. Sein Spitzname stammt noch aus der Zeit beim VfL Wolfsburg, wo er unter Felix Magath einst deutscher Meister wurde. Abseits des Fußballfeldes steht Caiuby für gute Laune. Er ist der Entertainer in der Kabine des FCA und sorgt mit seiner erfrischend lockeren Art stets für gute Atmosphäre im Umfeld des Teams.

Caiuby beinahe als Matchwinner

Gegen Hamburg hätte es dann zudem beinahe noch zum Titel des Matchwinners gereicht. In der 89. Minute tankte sich der bullige Brasilianer, nach der Auswechslung Cordovas ins Sturmzentrum gerückt, bis in den Strafraum der Gäste durch. Dort scheiterte er, von zwei Gegenspielern bedrängt, jedoch mit der Picke an Schlussmann Pollersbeck. In der Nachbetrachtung wird die verpasste Möglichkeit jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen. Denn die Bedeutung Caiubys für das Spiel des FC Augsburg geht weit über die des torgefährlichen Angreifers hinaus.
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