FC Augsburg besiegt den FSV Mainz in einem Pokalfight in der Verlängerung

Hatte am Ende doch noch gut Lachen - Trainer Manuel Baum. (Foto: Alexander Heinle)
  Augsburg: WWK Arena |

In der zweiten Runde des DFB- Pokals traf der FC Augsburg auf den 1. FSV Mainz 05 und es sollte ein packender Pokalfight werden, mit dem besseren Ende für die Fuggerstädter. Den besseren Start erwischten in der ersten Halbzeit die Mainzer, die gleich zweimal in Führung gingen. Zwischenzeitlich hatte Augsburg den Ausgleich durch ein Eigentor vom Mainzer Stefan Bell erzielt. Trotz doppelten Rückstand konnte der FCA sich kurz vor Schluss in der 87. Minute mit einem Tor von Michael Gregoritsch in die Verlängerung retten. In der Verlängerung konnte gerade Caiuby, der noch die Woche davor wegen Undiszipliniertheit suspendiert worden war, den Siegtreffer erzielen.

Beide Mannschaften rotierten gleich auf mehreren Positionen. Bei den Augsburgern wurde Kapitän Daniel Baier geschont, der nicht im Kader stand, dafür durften Gregoritsch, Caiuby, Raphael Framberger und Jan Moravek von Anfang an ran, für sie mussten Jonathan Schmid, Marco Richter und Alfred Finnbogason auf die Bank weichen. Bei Mainz durften sich sogar acht neue Spieler beweisen. Beide Mannschaften waren bereits diese Saison am dritten Spieltag aufeinander getroffen. Damals hatte Augsburg in Mainz mit 2-1 verloren und im Kasten der Fuggerstädter stand noch Torwart Fabian Giefer.
Unsere Bilder des Spiels FC Augsburg - FSV Mainz 05

Starke erste Halbzeit der Mainzer

Der FC Augsburg versuchte von Beginn an das Spiel zu kontrollieren und mit vielen Flanken von Philipp Max und Framberger die Hintermannschaft von Mainz zu überwinden. Während die Nullfünfer in der ersten Halbzeit erstaunlich oft aus der Distanz zum Abschluss kamen. So kam Robin Quaison, der auffälligste Mainzer Akteur, in der 11. und 14. Minute zu zwei guten Abschlussmöglichkeiten. In der 20. Minute war es dann so weit und Mainz ging etwas glücklich in Führung. Nach einem starken Sololauf auf der linken Seite von Alexandru Maxim, der zwei Augsburger stehen ließ, prüfte dieser aus spitzem Winkel den FCA-Keeper Andreas Luthe. Dieser konnte den verdeckten Schuss nur nach vorne auf den Körper von Max fausten. Der Augsburger hatte keine Reaktionsmöglichkeit und leistete dadurch unfreiwillig im Fünfer die Vorarbeit. Der freihstehende Phillipp Mwene schob das Leder in das unbewachte Tor zur Führung.

Die Antwort der Gäste kam prompt. Zunächst hatte der aufgerückte Martin Hinteregger in der 22. Minute nach einer Standardsituation den Ausgleich auf dem Kopf. Kurze Zeit später stand Caiuby alleine vor Torwart Robin Zentner, konnte den Ball aber nicht im Gehäuse der Mainzer unterbringen. Es entwickelte sich ein rasantes Spiel, wobei die Mainzer immer wieder gut konterten und zu Abschlüssen kamen. Wieder hatte Quaison in der 27. Spielminute eine gute Möglichkeit aus 30 Metern, nachdem er drei Augsburger stehen ließ. Ein Schuss von Karim Onisiwo traf in der 38. Minute nur das Außennetz. Doch genauso glücklich wie die Mainzer Führung kam Augsburg in der 40. Minute zum Ausgleich. Eine scharfe Hereingabe von Max, bis dato einer der auffälligsten Fuggerstädter, drückte Bell mit der Hacke unglücklich ins eigene Tor.

Nach dem Ausgleich hätte Augsburg sogar noch mit Caiuby in Führung gehen können. Doch sein Kopfball ging knapp vorbei. Im Gegenzug kurz vor der Pause hatte Mainz nochmal zwei gute Abschlussmöglichkeiten. Doch Luthe war zur Stelle und lenkte einen Schuss von Mwene an den Außenpfosten. Insgesamt hatte Mainz aber deutlich mehr Abschlüsse und die besseren Chancen und so war es nicht verwunderlich das die Schwarz-Elf kurz vor der Pause verdient in Führung ging. Nach einer schlecht abgewehrten Ecke von Jeffrey Gouweleeuw schoss Quaison durch die Beine von Framberger flach ins Eck zur Halbzeitführung.

Mainz zieht sich zunehmend zurück

Nach der Pause kamen beide Mannschaften unverändert aus der Kabine. Mainz zog sich mit zunehmender Spieldauer zurück und beschränkte sich rein aufs Kontern. Augsburg versuchte den Druck zu erhöhen, tat sich gegen das Bollwerk der Mainzer jedoch schwer. Abschlüsse und Chancen waren in der zweiten Halbzeit Mangelware. Erst die Einwechselung von Richter für Ja-cheol Koo in der 65. Minute brachte neuen Schwung in die Offensivbemühungen der Fuggerstädter. Wie Torwart Zentner später zugab: “Wir haben in der zweiten Halbzeit zu wenig gemacht. Wir stehen zu tief.“
Fünf Minuten vor dem Ende fiel doch noch der Ausgleich durch Gregoritsch, der eine Max-Flanke in den Rückraum aus 16 Metern präzise im linken Eck unterbrachte. Das war auch nach 90 Minuten der Endstand.

Spannendes Spiel geht in die Verlängerung

Es kam zur Verlängerung, in der Augsburg den besseren Start hinlegte. Richter knallte in der 94. Minute das Leder an die Latte und sollte danach noch des Öfteren im Mittelpunkt stehen. Augsburg wirkte wacher und zielstrebiger. Allein Richter schoss innerhalb weniger Minuten noch weitere drei Mal gefährlich auf den Mainzer Kasten. Schlussendlich erlöste Caiuby die Augsburger Fans. Nach einer Hereingabe vom eingewechselten Finnbogason, köpfte der Brasilianer den Ball wuchtig in die Maschen. Mainz versuchte noch mal alles, doch außer eines Distanzschusses in der 111. Minute und eines Kopfballabschluss in der 112. Minute bekamen die müden Mainzer nichts mehr zustande.

Der Sieg war letztendlich aufgrund der zweiten Halbzeit und der Verlängerung verdient und der FCA steht somit zum ersten Mal seit drei Jahren im Achtelfinale des DFB-Pokals. Für beide Teams geht es am Wochenende in der Bundesliga mit Heimspielen weiter. Augsburg empfängt am Samstag den 1. FC Nürnberg. Mainz hingegen spielt am Sonntag gegen Werder Bremen.
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