FC Augsburg mit deutlicher Niederlage gegen Frankfurt

Mussten sich gegen die Frankfurter Eintracht heute geschlagen geben: Philipp Max und Caiuby (Foto: Valterio D'Arcangelo)
Augsburg: WWK Arena |



Am 12. Spieltag, gleich nach der Länderspielpause, traf der FC Augsburg auf die Eintracht Frankfurt. Mut machte auf seitens der Fuggerstädter, dass bis dato die Frankfurter in der WWK Arena nie gewinnen konnten. Jedoch waren die zwei Blitztore jeweils am Anfang der Halbzeit von de Guzman (1.) und Haller (47.) spielentscheidend. Rebic konnte sogar den Spielstand auf 3-0 in der 68. Minute erhöhen. Das Tor von Cordova in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik. Dies war die erste deutliche Niederlage der Saison für den FC Augsburg, die sonst ihre Spiele immer knapp gestalten konnte.

Zur Bildergalerie des Spiels

Der FCA Trainer Baum nahm gegenüber dem 1:2 in Hoffenheim drei Wechsel vor. Der isländische Torgarant Finnbogason musste mit Adduktorenprobleme pausieren, nachdem er in der vergangenen Woche schon vorzeitig von der isländischen Nationalmannschaft abgereist war. Für ihn durfte im Sturm Julian Schieber ran, der gleichzeitig mit Jensen sein Startelf Debüt im Dress des FCA gab. Außerdem lief Gregoritsch der sich von seiner Rückenverletzung, die ihn in den letzten Wochen behindert hatte, für Richter auf. Auf der anderen Seite vertraute Trainer Hütter bei Frankfurt exakt auf die Startelf, die zuletzt Schalke mit 3:0 besiegt hatte.

Augsburg wusste laut Trainer Manuel Baum um die Stärke des Frankfurter Sturm Trio. Und der Trainer sagte vor dem Spiel fast prophetisch: "Sie sind sehr sprintstark mit ihren drei Bullen und stehen zu Recht dort oben". Der Trainer der Schwaben sollte mit seiner Aussage Recht behalten.

Blitzstart Frankfurt

Der FC Augsburg hatte in der ersten Halbzeit Anstoß und wurde trotzdem nach nur 43 Sekunden kalt erwischt. Ein weiter Pass von Hasebe aus der eigenen Hälfte wurde von Haller mit der Brust angenommen und stark bearbeitet. Der Ball wurde mit einem Heber sofort in den Lauf von de Guzmán weitergeleitet, der aus elf Metern einschießen konnte. Der Augsburger Keeper Luthe war in dieser Situation chancenlos.

Kurz danach war für Frankfurts Kapitän David Abraham Schluss. Er musste verletzungsbedingt mit einer Muskelzerrung das Feld für Marco Russ verlassen. Augsburg versuchte über die Außenpositionen besonders über Max ins Spiel zu kommen, der auf seiner Seite die eine oder andere gefährliche Flanke schlagen konnte. Trotz der guten Spielanlage nach vorne, hatte zunächst Frankfurt die besseren Torchancen. So vergab Rebic die Riesenmöglichkeit zum 2:0 in der 16. Minute. Jovic konnte sich im Laufduell gegen Gouweleeuw durchsetzen und passte den Ball von links scharf vor das Tor. Dort stand Rebic alleine und musste den Ball nur an den bereits geschlagenen Luthe ins leere Tor einschieben. Doch Rebic schoss das Leder am rechten Pfosten vorbei.
Augsburg antwortete in der 23. Minute mit einem feinen Solo von Gregoritsch, der sogar Torwart Trapp aussteigen ließ und ins leere Tor traf. Doch der Treffer zählte zu Recht nicht, weil der Österreicher beim Zuspiel knapp im Abseits war.
Der Österreicher hatte noch eine gute Schussmöglichkeit in der 29. Minute nach einem schönen Flankenlauf von Caiuby. Doch seine Direktabnahme blieb an Hasebe hängen.
Im Gegenzug hatte wieder Frankfurt die dicke Chance zum 2-0 durch Jovic. Nach einem langen Ball lief Jovic alleine auf FCA Keeper Luthe zu und versuchte ihn mit einem Lupfer zu überwinden. Doch Luthe konnte im nachfassen die Kugel noch deutlich vor der Linie entschärfen.
Ab der 30. Minute wurde Augsburg immer stärker und drängte zum Ausgleich. Die erste gute Chance hatte Jensen (33.). Doch die Hereingabe von Gregoritsch war zu scharf und der junge Finne konnte den Ball aus sieben Metern nicht mehr aufs Tor bringen. Dies war der Beginn der besten Phase der bayrischen Schwaben die noch mehrere gefährliche Abschlüsse mit Baier (40.) und Gregoritsch (38. und 43.) hatten. Doch das Tor der Hessen von Keeper Trapp überstand die Schlussphase ohne Gegentreffer. So ging es mit einer knappen Vorsprung für die Hessen in die Kabine.

Erneuter Blitzstart von Frankfurt

Nach der Pause wechselte Trainer Baum Marco Richter für Frederik Jensen, der zwar durch eine sehr gute Zweikampfbilanz aufgefallen war, jedoch im Passspiel ab und an zu hektisch gewesen war. Der Wechsel sollte eigentlich neue Impulse in die Offensive bringen, doch es kam anders.
Die zweite Halbzeit war keine zwei Minuten alt und schon klingelte es wieder im Augsburger Tor. Und wieder gewann Jovic mit einer tollen Bewegung an der Seitenlinie das Laufduell mit Gouweleeuw. Der Serbe zog auch den zweiten Innenverteidiger auf sich und passte auf den freistehenden mitgelaufenen Haller. Allein vor Luthe blieb der Franzose kalt und tunnelte den Keeper und markierte das schnelle 2:0. So waren die Pläne des FCA zu Nichte gemacht und anstatt auf den erhofften Ausgleich mussten nun die Fuggerstädter jetzt einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherrennen. Wütende Proteste gab es in dieser Situation von Trainer Baum an der Seitenlinie, der den Ball kurz vor dem Treffer im seitenaus gesehen haben wollte. Doch der Ball schien in den Zeitlupen nicht mit vollem Umfang das Spielfeld verlassen zu haben.
Nach dem 2-0 war den Augsburgern der erneute Rückschlag deutlich anzumerken. Das Spiel nach vorne war nicht mehr so flüssig wie in der ersten Halbzeit und mit vielen kleinen Fehlern behaftet. Trotzdem blieb der FCA ab und an gefährlich wie zum Beispiel in der 63. Minute mit Hinteregger nach einer weiteren schönen Max-Flanke.
Frankfurt sorgt mit ihrem Trio vorne stets für Gefahr. Die Augsburger bekamen Rebic, Jovic und Haller nie richtig im Griff. Folgerichtig war dann das 3-0 von Rebic. Nach einem erneuten langen Ball aus der Abwehr diesmal von Russ enteilte da Costa seinem Bewacher und spitzelte den Ball vor Luthe quer zu Rebic, der ins leere Tor traf.

Anschlusstreffer durch Cordoba

Augsburg versuchte trotz des 3-0 Rückstandes alles um wenigstens einen Ehrentreffer daheim zu erzielen und spielte nach vorne. In der 73. Minute hatte Caiuby die Riesenchance nach dickem Patzer von Hasebe, der den Ball unsauber zu seinem Keeper gespielt hatte. Der Brasilianer aber scheiterte zunächst an Trapp und dann im Nachschuss konnte er die Kugel nicht im Frankfurter Tor unterbringen. Kurz darauf hatte Max (78.) die Chance zum Anschluss. Doch sein Schuss in den Winkel wurde vom souveränen Trapp glänzend gehalten. In den letzten zehn Minuten versuchten die Hessen das Spiel langsam zu machen, zu kontrollieren und auf Konter zu lauern. Die Augsburger wurden nur noch über Fernschüssen und Standardsituationen gefährlich. Genau aus einer solchen Standardsituation entstand der Augsburger Anschlusstreffer durch Cordova in der Nachspielzeit. Die Frankfurter Abwehr bekam den Ball nach einer Ecke nicht geklärt. Der bis dahin glücklose Caiuby brachte das Spielgerät noch einmal scharf vor das Tor, wo Cordova das Leder aus sechs Metern unter die Latte hämmerte.
Im Anschluss hatte Caiuby (92.) noch mal die Chance das Ergebnis ein wenig auszubessern. Doch wieder war Trapp zur Stelle.

Augsburg verliert daheim gegen eiskalte Frankfurter mit 1-3 trotz vieler Chancen. Wie Hinteregger nach dem Spiel zu gab: „Zurzeit brauchen wir zu viele Chancen um ein Tor zu machen“. Trotz guter Leistung entspricht die Tabelle nicht den wahren Wert des FCA, denn „es geht um Tore zu schießen, Spiele zu gewinnen und Punkte zu sammeln, das ist eben die Bundesliga.“

Mit diesem Sieg klettert Frankfurt zumindest vorübergehend auf Platz 2 der Tabelle. Augsburg spielt am kommenden Samstag in Stuttgart gegen ihren Ex-Trainer Weinzierl. Frankfurt muss, nach dem Europa League Spiel gegen Marseille daheim am Sonntag gegen Wolfsburg antreten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.