Nach Sieg gegen Iserlohn: AEV klettert auf Platz 2!

Das gab es noch nie: Die Hälfte der Saison ist gespielt und der AEV steht auf Platz 2.
 
Drew LeBlanc, Augsburgs bester Vorlagengeber, glänzte gegen Iserlohn mit zwei Toren.

Wie am vergangenen Wochenende beantworteten die Augsburger Panther eine freitägliche Verlängerungs-Niederlage mit einem Heimsieg: Gegen die Iserlohn Roosters gab es das achte Spiel mit Punkten für Augsburg und den siebten Heimsieg in Folge - nach einer vor allem in Unterzahl überzeugenden Leistung wurde 4:2 gewonnen. Da parallel Düsseldorf und München verloren, kletterte der AEV zur Saisonhalbzeit auf Tabellenplatz 2.

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Henry Haase hatte sich beim 1:2 n.V. in Ingolstadt verletzt und fiel gegen die Sauerländer aus, für ihn rutschte Simon Sezemsky wieder ins Lineup. Ansonsten vertraute Trainer Mike Stewart auf die eingespielte Truppe: Youngster Marco Sternheimer musste zusehen, Olivier Roy hütete das Tor.

Statistisch hatte der AEV das Spiel schon vorab gewonnen: Mit Iserlohn traf das schlechteste Auswärtsteam der Liga – bisher nur ein Sieg – auf die heimstarken Augsburger, die ihre letzten sechs Heimspiele gewinnen konnten. Die Sauerländer überstanden jedoch den anfänglichen Druck schadlos, erst nach etwa zehn Minuten und dem 1:0 durch Drew LeBlanc, der von einem tollen Matt-White-Pass profitierte, konnten sich Stewarts Mannen wieder etwas im Angriffsdrittel festsetzen.

Ehe der Hahn zweimal kräht…

Die Drangphase dauerte nur gut zwei Minuten, dann war es mit Evan Trupp ausgerechnet ein Ex-Panther, der seinen Schläger in einen Todd-Schuss hielt und für Roy unhaltbar abfälschte. Jetzt war Iserlohn im Spiel, konterte gefährlich und prüfte immer wieder Roy im AEV-Tor.

Das Mitteldritel begann mit starken Sauerländern, die sich minutenlang im AEV-Drittel festsetzen konnten – Tore gelangen ihnen dabei nicht. Erst nach gut fünf Minuten gab es die ersten Angriffe Augsburgs, richtig gut wurde das Spiel dann während eines IEC-Powerplays. Nicht nur wurden die Roosters zwei Minuten lang konsequent am Abschluss gehindert, die besten Chancen mit einem Mann weniger hatte Augsburg, bei der allerbesten durch Christoph Ullmann bekam Goalie Hovinen Unterstützung von der Latte. Durchs starke Penaltykilling war das Publikum wieder voll da, das Team ebenso. Und bald gab’s Grund zu feiern: Hovinen wehrt einen Sezemsky-Schuss zu kurz ab und Daniel Schmölz schubst die Scheibe über die Linie (38. Minute).

Der Schlussabschnitt begann mit LeBlancs zweitem Treffer, schon nach einer Minute stand es 3:1. Der Hergan ähnelte dem 2:1, jetzt war Jaro Hafenrichter an Hovinen gescheitert und LeBlanc hatte abgestaubt – der beste Vorlagengeber der Liga (21 Assists) erzielte seine Tore sieben und acht. Zweieinhalb Minuten hielt der Zwei-Tore-Vorsprung, dann zeigte Jon Matsumoto – der Ex-Panther führt in der DEL-Skorerliste mit 33 Punkten – sein Können und versenkte einen Schlenzer aus vollem Lauf im Winkel.

Es wurde wieder spannend im Curt-Frenzel-Stadion, vor allem während einer umstrittenen fünfminütigen Unterzahlsituation: Die Schiedsrichter hatten einen Kniecheck an Christopher Fischer gesehen und schickten den verdutzen Adam Payerl zum Duschen. Aber Augsburgs Unterzahlformation steht erst stabil und sucht dann immer wieder die Flucht nach vorn – das Stadion tobt, pfeift „Buhmann“ Fischer aus, der schnell wieder fit ist und das Überzahlspiel der Roosters aufbauen soll und bejubelt jede Brefreiung und erst recht jeden Konter ihres Teams.

… hat der Panther viermal zugebissen

Nach den fünf bangen Minuten dauert es nur sechs Sekunden und einen Angriff des AEV, dann steht es 4:2: Nach einem Rückhand-Schuss von Hans Detsch schiebt David Stieler den Puck zu Pat McNeill, der sich die Scheibe zwischen Iserlohner Skates zurechtlegen kann und hinter Hovinen ins Netz trifft (53. Minute).

Während der letzten sieben Minuten verwaltete der AEV den Vorsprung und verhinderte lange die Auswechslung Hoivinens für einen zusätzlichen Stürmer und jubelte nach der Schlusssirene bei einem Blick auf die Blitztabelle: Düsseldorf und München haben verloren, der AEV steht auf Platz zwei.

Spitzenspiele beim Tabellenführer und gegen den Meister

So kommt es am kommenden Wochenende zu zwei Spitzenspielen: Am Freitag könnte mit einem 6:0-Sieg in Mannheim die Tabellenspitze erobert werden, am Sonntag gastiert Meister München im Curt-Frenzel-Stadion. Spielbeginn ist um 16:30 Uhr.
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