Skaterhockey: Erfolgreiches Wochenende für den TVA

Die Sieger gegen die Bissendorfer Panther
 
Jubel übers 2:0 gegen Bissendorf: Oli Dotterweich, Lukas Glasner, Alex Girsig und Vince Fladerer (v. l.)
Augsburg: TVA Arena |

Hinter dem TV Augsburg liegt ein spannendes und erfolgreiches Wochenende. Die Bundesligamannschaft rang am Samstagabend die Bissendorfer Panther mit 7:6 nieder und unterstrich damit ihre Playoff-Ambitionen, am Sonntag legte die zweite Mannschaft nach: Gegen Spitzenreiter Schwabmünchen revanchierte sich das Team um Käpt'n Florian Späth für die Auswärtsniederlage vor vier Wochen und gewann das Rückspiel zuhause mit 11:7.

Hochspannung bis zur Schlusssirene:
TV Augsburg bezwingt Bissendorfer Panther

Nach zuletzt drei Auswärtssiegen in Folge konnte der TVA gegen Bissendorf zuhause nachlegen. Auch die Panther kämpfen wie der TVA um die Playoff-Qualifikation - vor dem Spiel lagen die Niedersachsen nur einen Punkt hinter Augsburg - und so entwickelte sich ein spannendes und hart umkämpftes Spiel. Der TVA nutzte die Anfangsphase, als die Norddeutschen mit dem kleinen und harten Betonplatz in Augsburg noch nicht so gut zurechtkamen und zog im ersten Drittel davon: Dem 1:0 durch Simon Arzt nach zwei Minuten folgten zwei schnelle Tore in der 7. und 8. Minute – Oliver Dotterweich und Valentin Hübl (im Powerplay) trafen. Nach dem 4:0 durch Alex Girsig kam Bissendorf etwas besser ins Spiel und Sebastian Gleich im TVA-Tor musste mehrmals retten. Glück für Augsburg: Ein Treffer von Bissendorfs Tim Strasser wurde von den Schiedsrichtern übersehen.

Im Mitteldrittel zeigte sich Bissendorfs Stärke auch auf der Anzeigentafel - innerhalb von knapp vier Minuten schossen Schmieta, Reiffen und Miller die Niedersachsen bis auf ein Tor heran. Den Ausgleich konnte die stabile Hintermannschaft und die Goalies Sebastian Gleich und Phillipp Kittler verhindern, das Spiel wurde jetzt auf Augenhöhe ausgetragen: In der 31. Minute traf Lukas Glasner zum 5:3, keine Minute später fiel der erneute Anschlusstreffer durch Faber. Im Powerplay konnte sich Augsburg 6:4 absetzen (Oliver Dotterweich, 34. Minute).

Der Zwei-Tore-Vorsprung hielt bis weit in den Schlussabschnitt, denn Philipp Kittler im TVA-Tor lief zur Hochform auf. Erst in der 49. Minute musste er sich geschlagen geben, Millers zweites Tor bedeutete den Beginn der Panther-Schlussoffensive. Die Abwehr hielt den dauernden Angriffen stand, auch zwei Unterzahl-Situationen in den letzten vier Minuten überstand Martin Zentners Team schadlos. Und als Bissendorf alles auf eine Karte setzte und den Torwart für einen fünften Feldspieler vom Platz holte entschied Steve Gläsel mit einem Emptynetter das Spiel. Der letzte Anschlusstreffer zum 7:6 fiel mit der Schlusssirene und damit zu spät.

Mit jetzt 20 Punkten aus 13 Spielen haben die Augsburger Jungs mit dem Abstieg nichts mehr zu tun, denn Lüdenscheid auf dem ersten Abstiegsplatz liegt bei einem mehr ausgetragenen Spiel schon zehn Punkte zurück. Der Blick richtet sich also nach vorn, und das heißt Playoff-Qualifikation. Weitere Punkte sollen folgen gegen die Commanders Velbert am Samstag, 27.7. und gegen die Highlanders Lüdenscheid am 17.8. Beide Spiele finden in der TVA-Arena statt, Spielbeginn ist jeweils um 18:30 Uhr.

TVA II - Revanche gegen die Mammuts

Die einzige Saison-Niederlage der zweiten Mannschaft fiel heftig aus: Ersatzgeschwächt hatte der TVA II in Schwabmünchen beim 3:15 keine Chance. Der Tabellenzweite hatte also etwas gut zu machen im Rückspiel und ließ sich weder vom frühen 0:1 noch durch die gewohnt etwas rustikale Spielweise der Mammuts aus der Ruhe bringen. Zuhause konnte der TVA aus dem Vollen schöpfen und durchgehend mit drei Reihen agieren, nachdem die drei Juniorenspieler Sebastian Steinhauer, Vincent Fladerer und Goalie Philipp Matheis nach einem Juniorenspiel in Neubeuern pünktlich zum ersten Bully einsatzbereit waren. Auch die Schwabmünchner waren in Bestbesetzung angetreten, inklusive der diversen Eishockeyspieler wie dem Liga-Topskorer Alexander Krafczyk (im Winter Kapitän des ESV Burgau) und Patrick Zimmermann, Topskorer der letzten Saison für die Pinguine aus Königsbrunn. 

Erst gegen Ende des Mitteldrittels konnte Augsburg in Führung gehen, mit einer knappen 5:4-Führung ging es in den Schlussabschnitt. Dem Ausgleich folgte bald die erneute Führung, und nach dem 6:5 wurde sie endlich ausgebaut. Aber auch nach dem 8:5 gab sich Schwabmünchen nicht geschlagen und fightete zurück - und neun Minuten vor Ende stand es nur noch 8:7. Undiszipliniertheiten und jetzt endlich penibel pfeifende Schiedsrichter sorgten dann für die Entscheidung: In Dauerunterzahl konnten die Mammuts nichts mehr entgegensetzen und verloren 11:7.

Die zweite Mannschaft ist bereit für die im August startenden Playoffs. Das Halbfinale ist schon "gewonnen", da sowohl Schwabmünchen als auch die Ingolstadt Lumberjacks auf die Playoff-Teilnahme verzichten. Der Finalgegner wird ausgespielt zwischen den Nürnberg Knights und den Crocodiles aus Donaustauf. Immerhin wird so eine Farce wie im vergangenen Jahr vermieden, als die Pleystein Piranhas zum Finale mit nur fünf Feldspielern antraten, da die Leistungsträger inklusive allen Torhütern von ihren Eishockeyclubs im Trainingslager gebraucht wurden. Das Finalspiel in der TVA-Arena gegen einen gnädigen TVA ging 42:2 aus.
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