Am Herrenbach werden 17 weitere Bäume gefällt

Am Montag haben erneut Baumfällungsarbeiten am Herrenbach begonnen. (Foto: Laura Türk)

Als im Mai die ersten Bäume am Herrenbach fallen mussten, reagierten Anwohner und Naturschützer mit Protest-Plakaten, Pfiffen, Buhrufen und Blockaden. Seit Montag ist der zweite Abschnitt der Abholzung an der Reihe, die Stadt Augsburg hat eine Sperrzone um das Gewässer eingerichtet.

Wegen des Hochwasserschutzes müssen die Bäume, die direkt am Ufer stehen, weichen. Der Bauverwaltung zufolge droht Gefahr, da die Betonwände des Kanals noch aus dem Jahre 1967 stammen. Da sie nicht ausreichend mit Stahl gesichert seien, komme dem Damm eine statische Funktion zu. Sollte dieser nun aber durch einen umstürzenden Baum eingerissen werden, könnten 30 Millionen Liter Wasser das angrenzende Viertel fluten. Ein von der Stadt beauftragtes Gutachten bestätigte diese Sicht der Dinge zuletzt und bezeichnete die Beseitigung der ersten 27 Bäume als korrekt.

Nun werden 17 weitere Bäume gefällt

Seit Montag geht es jetzt 17 weiteren Gehölzen an den Kragen, beziehungsweise an den Stamm. Die Sperrzone ist mit „einem Betretungs-, Aufenthalts- und Badeverbot“ verbunden, erklärt die Stadt. Die Sperrung verläuft entlang des Bachs zwischen Friedberger und Reichenberger Straße. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zum 6. Dezember.

Zunächst werde der Kanal bis auf eine Restwassermenge abgelassen, indem der Schütz nördlich der Friedberger Straße abgesenkt wird. Sollte jemand in dem gekennzeichneten Bereich im Hauptstadtbach schwimmen – so die Stadt ungeachtet der winterlicher Temperaturen – bestehe die Gefahr, gegen die geschlossene Schützentafel getrieben und verletzt zu werden. Deswegen gelte striktes Badeverbot.

Konkret ist die Sperrzone zwischen der Friedberger Straße und der Heinestraße auf der Westseite durch den dortigen Gehweg begrenzt und auf der Ostseite durch die Grenzen der privaten Grundstücke. Im Weiteren verläuft die Abgrenzung zwischen der Heinestraße und der Reichenberger Straße auf der Westseite des Kanals entlang des Geh- und Radwegs. Der Weg und die Kleingärten sind von der Sperrzone ausgeschlossen. Auf der Ostseite verläuft die Grenze entlang der Kleingartenanlage.
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