"Frieden ist, wenn ich gut schlafe": Kinderfriedensfest in Zoo und Botanischem Garten

Auf großes Interesse stieß das Augsburger Friedensfest für Kinder. Zahlreiche Familien nutzten den herrlichen Donnerstag für einen lehrreichen Ausflug in den Zoo und Botanischen Garten mit Kind, Hund und Kegel. Mit abwechslungsreichen Aktionen wurden die Mädchen und Buben spielerisch an das Thema „Freiheit“ herangeführt. An die 50 Organisationen und Vereine mit über 350 freiwilligen Helfern nahmen am Kinderfriedensfest der Stadt Augsburg, Amt für Kinder, Jugend und Familie „tschamp“ teil.


Alles verlief wie am Schnürchen. Zwischen Löwen und Pavianen, gleich am Eingang des Zoos, tätowierte das Tschamp-Team den Kids Friedensbilder auf die Körper. Am Bärengehege durften die Kinder den Satz „Für mich ist Frieden“ ergänzen. „Wenn ich gut schlafe“, „wenn ich Freunde habe“ und „wenn es keine Kriege mehr gibt“, war zu lesen. Dazu wurden bunte Schmetterlinge gebastelt. Leider bekam Meister Petz von der ganzen Aktion nichts mit, er war offenbar nicht daheim.

Am Spielplatz wartete die Kinderpolizei auf die kleinen Besucher. Wer eine Karriere als Ganove im Sinn hatte, durfte schon mal hinter Gittern Probe sitzen. Aber es gab keine Spur von schweren Jungs und leichten Mädchen. Im Gegenteil. Siegfried Hartmann und seine Kollegin hatten alle Hände voll zu tun, „Kommissars-Plaketten“ zu stanzen. „Es ist mächtig viel los“, meinte der Hauptkommissar. Die Clownin Sophie war unterwegs und erzählte kleine Geschichten über die Freiheit.

Wenn im Zoo schon viel geboten war, im Botanischen Garten häuften sich die Info-Stationen an allen Ecken und Enden. Gleich am Eingang gab es die „Straße der Religionen“, auf der die Besucher nicht nur mit Informationen, sondern auch mit leckeren Häppchen der jeweiligen Länder gefüttert wurden. Die Kinder wurden nicht müde, an den Aktionen teilzunehmen. Oder doch? „Du bist hundemüde, weißt du das“, meinte eine Mutter zu ihrem quengelnden Sprössling. Es gab das Schicksalsrad, das über Freuden und Sorgen entschied, es wurden Friedens-Armbänder gehäkelt, das Forschermobil war da, die Kinder durften Fühlen, Riechen, Hören und noch viel mehr. Höhepunkt war am späteren Nachmittag das lebende Peace-Zeichen. Ruck, zuck war das Friedenssymbol auf der großen Wiese vor dem Spielplatz geformt. Große und kleine Friedensfestbesucher stellten sich gerne zur Verfügung.

Erschöpft, aber zufrieden brachten Eltern, Omas und Opas ihre kleinen Friedens- und Freiheitsfreunde dann wieder nach Hause.

(Text und Fotos: Alfred Haas)
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