Neue Wehrwalze: Gewichtiger Einzug im Hochablass

Schwere Röhre: 30 Tonnen wiegt die neue Wehrwalze für den Hochablass, die am Dienstag eingehoben wurde. Foto: Annette Zoepf

30 Tonnen schwer ist die neue Wehrwalze, die am Dienstag am Hochablass eingesetzt wurde. Zwei Autokräne waren dafür nötig, wie die Stadt in einer Pressemitteilung informiert.

Das Walzenwehr geht damit noch nicht in Betrieb. Hierfür bedarf es noch Montage- und Rückbauarbeiten, welche je nach Witterung voraussichtlich bis Mitte oder Ende Februar andauern werden.

Das Erscheinungsbild der neuen Wehrwalze entspricht dem im Oktober ausgebauten, maroden und nicht mehr sanierungsfähigen Walzenkörper, der nach über 100 Jahren in Betrieb ersetzt werden musste. Da der Hochablass unter Denkmalschutz steht und im Rahmen der Augsburger Weltkulturerbe-Bewerbung "Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst" ein wichtiger Bestandteil ist, ist ein sensibles Vorgehen der Stadt bei den Bauarbeiten unerlässlich. Um das historische Erscheinungsbild des Walzenwehrs zu erhalten, wird der neue Antrieb neben der historischen Mechanik im Glockenturm installiert.

Auch sieht die neue Walze so aus wie das 20 Meter breite historische Vorgänger-Exemplar aus dem Jahr 1911.

Die alte Walze wird aufgehoben und soll auch künftig der Öffentlichkeit gezeigt werden, damit die technische Entwicklung und Bedeutung des Hochablasses nachvollzogen werden kann.

Der Hochablass wird seit mehreren Monaten saniert. Es wurden bereits alte Betonelemente erneuert. Die Stadtwerke haben zudem eine neue Wasserleitung auf den Pfeilern verlegt. Parallel zur Erneuerung des Fußgängerstegs wurde auch das marode Walzenwehr ausgebaut und erneuert.

Insgesamt werden für die technische Erneuerung des Hochablasses 3,1 Millionen Euro investiert. (pm)
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