Tag der offenen Tür im historischen Wasserwerk am Hochablass

Im Jahr 1879 nahm das Wasserwark am Hochablass zum ersten Mal seinen Betrieb auf. Damals ersetzte es die Augsburger Brunnenwerke, die noch aus dem Mittelalter stammten, und modernisierte die Augsburger Wasserversorgung mit innovativer Technik. Die zehn Meter hohen Druckwindkessel und die großen Pumpen stammten aus der Augsburger Maschinenfabrik.

Das Wasserwerk am Hochablass transportierte damit sauberes Trinkwasser aus dem Stadtwald nach ganz Augsburg. Zwar versorgt das historische Wasserwerk die Stadt heute nicht mehr mit Wasser, doch ganz stillgelegt ist die Technik in dem schlossartigen Bauwerk trotzdem nicht: Sie ist weitestgehend erhalten und wird nun regelmäßig Besuchern zugänglich gemacht. Unter dem historischen Wasserwerk befindet sich inzwischen ein Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung.

Natürlich ist das Wasserwerk am Hochablass auch eine der Stationen für Augsburgs Weltkulturerbe-Bewerbung. Für seine Denkmäler historischer Wasserwirtschaft erhofft sich die Stadt eine Anerkennung bei der Unesco. Deshalb feiert die Stadt auch den internationalen Weltwassertag am 22. März, wenn auch mit einer zweitägigen Verspätung. Zu diesem Anlass öffnete das Wasserwerk am Hochablass am Sonntag seine Türen für Interessierte.

Neben kostenlosen Führungen durch das beeindruckende Gebäude, oder auch der Möglichkeit, das Werk selbstständig zu erkunden, boten die Stadtwerke ein Rahmenprogramm. So gab es Filmvorführungen zur Augsburger Wasserversorgung, Mitmachaktionen für Kinder oder die Möglichkeit, E-Bikes auszuprobieren.
Direkt gegenüber zum historischen Wasserwerk konnten Besucher in der Übergabestation auch einen Blick auf die moderne Wasserversorgung werfen.

Die nächste Möglichkeit, das Wasserwerk von innen zu sehen, gibt es am 5. Mai. Dann ist das Gebäude wieder von 12 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.
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