Zwölf-Apostel-Platz feiert Jubiläum

Der IG Vorstand v.l. Frank Schubert, Martina Kaminski, Kurt Hacker. Foto Blöchl
Augsburg: Zwölf-Apostel-Platz | Es ist einer der ersten richtig heißen Sommertage, die Sonne knallt auf den Platz zwischen den Ladengeschäften vor der Zwölf-Apostel-Kirche in Hochzoll-Süd. Wenige Menschen verlieren sich auf dem rechteckigen Areal, am Brunnen in der Mitte erfrischen sich einige Kinder. Die im vergangenen Jahr frisch gepflanzten Platanen spenden noch wenig Schatten. Aber mit ein wenig Fantasie kann man sich durchaus etwas südliches Flair hier vorstellen. Im kleinen Café an der Ecke sitzen einige Menschen im Schatten und genießen Kaffee und Kuchen. Insgesamt 1,87 Millionen Euro hat die Stadt Augsburg in den Jahren 2017 und 2018 in die Gestaltung des Platzes investiert. Zwölf Bäume wurden gepflanzt, Wasserspiele mit zwölf Fontänen gestaltet. Lichtstelen sorgen für stimmungsvolle Beleuchtung an den Abenden. Die Verbindung zur Kirche und zu den angrenzenden Straßen wurden architektonisch neu gestaltet.

Aus Wiesen wurde ein neues Stadtviertel

Vor etwas mehr als 50 Jahren war hier nahe dem Hochablass und dem Kuhsee weitgehend grüne Wiese, dann begann der Bau des neuen Stadtquartiers Hochzoll-Süd. Und mit ihm wurde vor 50 Jahren auch der Zwölf-Apostel-Platz angelegt. Jetzt begeht man das 50. Jubiläum des Bestehens des Platzes.

Die Interessengemeinschaft (IG) Zwölf-Apostel-Platz nimmt das zum Anlass ein kleines Fest zu feiern. Am Freitag, 5. Juli, gibt es auf dem Platz in Hochzoll-Süd daher ein kleines Stadtteilfest. Von 12 bis 18 Uhr gibt es kühle Biere, einen Pizzatruck, italienische Musik mit „g2music“ und einige Überraschungen. Für Kinder wird es ein extra Programm, unter anderem mit Kinderschminken, geben.

Der Vorstand der IG, mit dem ersten Vorsitzenden Kurt Hacker, der ein Optikergeschäft betreibt, sein Stellvertreter Biobäcker Frank Schubert und Schatzmeisterin Martina Kaminski aus einer Zahnarztpraxis, erzählt von der kurze aber durchaus wechselvollen Geschichte des Platzes. Demnach gab es von Beginn an nicht die durchschlagenden Ideen für die Gestaltung und Belebung des Bereichs. Deshalb hat sich die IG bereits vor mehr als 30 Jahren gegründet und versucht seither immer wieder, den Platz zu einem Treffpunkt im Viertel zu machen.

Der Wandel ist unübersehbar. Vor kurzem schloss die Metzgerei, auch ein Lebensmittelgeschäft sucht man derzeit vergebens. Dafür sind im Laufe der Zeit mehr Dienstleistungsunternehmen, wie eben Arztpraxen oder Versicherungen, in die Geschäfte, die den Platz umgeben, eingezogen.

Von den Geschäften, die zu Beginn angesiedelt waren, ist nur die Bäckerei an der Ecke mit dem kleinen Kaffee übriggeblieben, alles andere hat sich verändert. Am Mittwochvormittag und Freitagnachmittag ist mittlerweile ein kleiner Wochenmarkt auf dem Platz, der ebenfalls für Belebung sorgt.

Die Unternehmer sind zuversichtlich, dass es gelingt, den Platz weiter zu beleben.
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