33 Millionen für marode Schule: Sanierung des Diesel-Gymnasiums hat begonnen

Ein neuer Anbau soll nun an dem Gymnasium entstehen. Foto: Laura Türk


Die Sanierung des Rudolf-Diesel-Gymnasiums hat begonnen - und sie ist, nach Einschätzung aller Redner beim Festakt zum Baubeginn, auch dringend nötig. Im ersten von fünf Bauabschnitten soll die Hochzoller Schule nun einen dreigeschossigen Anbau für Unterrichts- und Aufenthaltsräume erhalten.

"Wenn wir sagen, dass die Schule die Sanierung wirklich nötig hat, dann ist das kein Jammern auf hohem Niveau", sagt Schulleiter Herbert Hofmann. Die Aula, in der der festliche Auftakt stattfindet, befindet sich unter einem nach innen gewölbten Glasdach - während der Reden tropft neben den Besuchern das Wasser auf den Boden. Der Plastikeimer, der am Eingang steht und Wasser einfängt, wird von fast jedem Redner erwähnt.

Doch nicht nur die Aula ist am Rudolf-Diesel-Gymnasium nicht mehr zeitgemäß. Hoffmann freue sich als Chemielehrer auch vor allem, dass im zweiten Bauabschnitt die Chemiesäle endlich Fenster bekommen sollen - bisher lagen die Räume nämlich im Dunkeln, und auch die Lüftung funktionierte nicht immer.

5 Bauabschnitte sind geplant

Die Baumaßnahme ist Teil des Kultur- und Bildungsförderprogramms "300 Millionen für unsere Schulen" der Stadt Augsburg. Dieses wird vom Freistaat Bayern mit Fördersätzen zwischen 65,5 und 80,5 Prozent unterstützt.

Das Rudolf-Diesel-Gymnasium profitiert als Erstes von der Fördermaßnahme. Insgesamt rund 33 Millionen Euro soll die Sanierung kosten, bis 2030 soll sie abgeschlossen sein. Nachdem in Abschnitt eins und zwei ein neuer Anbau sowie moderne naturwissenschaftliche Fachräume entstehen sollen, wird in den drei weiteren Bauabschnitten das Schulgebäude nach und nach saniert und erneuert, Dächer und Fassaden energetisch verbessert und der innere Bauzustand, wie etwa die Wände, Decken und Fenster, grundlegend renoviert.

"Ehrlich gesagt schon viel zu spät"

Oberbürgermeister Kurt Gribl vermutet, dass die 300 Millionen Euro bis 2030 kaum ausreichen werden, um den Schulstandort Augsburg wirklich zukunftsfähig zu machen. "Wir packen diese Maßnahme an, da sie dringend notwendig ist - und ehrlich gesagt sind wir dafür auch schon viel zu spät", entschuldigt er sich bei der Schulgemeinde.

Bis der Plastikeimer dann endlich aus der Aula entfernt werden kann, wird es wohl trotz Baubeginn noch eine Weile dauern.


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