Bald werden wohl weitere Bäume am Herrenbach gefällt - Fledermäuse müssen umziehen

Bereits seit Juli wurden zehn neue Fledermaus-Kästen im Bereich des Herrenbachs als Ersatz angebracht. Zehn Großraumquartiere sind zusätzlich bestellt (Symbolbild). Foto: Visanuwit Thongon/123rf.com

Stadt schließt die Baumhöhlen der Fledermäuse am Herrenbach, damit die Tiere bei geplanten weiteren Fällungen nicht zu Schaden kommen. Nach Verschluss ist nur noch das Ausfliegen möglich.

Bis Ende Oktober wird das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen Höhlen und Löcher an einzelnen Bäumen im Bereich des Herrenbachs verschließen, damit Fledermäuse bei Maßnahmen an den Bäumen nicht zu Schaden kommen. Die Höhlen können dann zwar noch von den Tieren verlassen werden, ein Einflug ist aber nicht mehr möglich.

In einem externen Gutachten lässt die Stadt Augsburg zurzeit prüfen, welche Bäume entlang des Herrenbachs im Rahmen des Hochwasserschutzes noch zurückgeschnitten oder gefällt werden sollen. Erste Abholzungen Ende Mai hatten große Proteste der Anwohner ausgelöst. Das Gutachten wird für Ende Oktober erwartet.

Der Stadt und ihrem Gutacher zufolge sind bislang an 22 Bäumen, die hinsichtlich des Dammes als problematisch eingestuft werden, Maßnahmen erforderlich.

Bei weiteren sieben Bäumen "zeigten sich im Rahmen der jährlichen Baumkontrolle Auffälligkeiten (zum Beispiel Eschentrieb-Sterben), die ebenfalls Maßnahmen wie Rückschnitt oder Fällung erforderlich machen".

Die Stadt prüft, ob sich in diesen Bäumen Fledermäuse befinden. Der Grund: Die Fledermäuse verlassen bei den jetzigen Temperaturen ihre Quartiere und suchen neue auf.

Bereits seit Juli wurden zehn neue Fledermaus-Kästen im Bereich des Herrenbachs als Ersatz angebracht. Zehn Großraumquartiere sind zusätzlich bestellt, aber aufgrund langer Lieferzeiten noch nicht aufgehängt. (pm/jaf)
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