Baumfällungen am Eiskanal: Wege und Kanustrecken am Donnerstag kurzfristig gesperrt

Eschentriebsterben am Neubach und Hauptstadtbach. Foto: Stadt Augsburg

Am Eiskanal in Augsburg werden aus Verkehrssicherungsgründen am Donnerstag, 28. Juni, voraussichtlich 21 Bäume gefällt und sechs Bäume zurückgeschnitten. Das berichtet die Stadt Augsburg am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Grund dafür ist nicht etwa eine Vergrößerung der Herrenbach-Abholz-Zone, sondern das Eschentriebsterben. Die abgestorbenen Bäume beziehungsweise einzelne Äste drohen der Stadt zufolge auf die Trainingstrecken des Bundesleistungszentrums für Kanuslalom und Wildwasser zu stürzen.

Aufgrund der Baumpflegemaßnahmen und Fällungen werden daher die Kanustrecken und die Wege rund um den Eiskanal am Donnerstag zwischen 8 Uhr und 15 Uhr zeitweise gesperrt. Betroffen sind vor allem Eschen, die ganz oder teilweise abgestorben sind. Die 21 Bäume werden auf einer Länge von 2.500 Metern entlang des Neubaches (Waldstrecke) und des Hauptstadtbaches (Jugendstrecke) gefällt.

Pilz führt zum raschen Absterben der Bäume

Die Eschen am Eiskanal seien, wie alle Eschen im Stadtgebiet, zunehmend vom Eschentriebsterben betroffen. Dieser Pilz führt zum raschen Absterben der Bäume. Durch den trockenen und warmen April sind dieses Jahr erneut besonders viele Bäume davon betroffen. Seit dem Erstnachweis in Bayern im Jahr 2008 hat sich das Eschentriebsterben innerhalb kürzester Zeit in ganz Augsburg verbreitet.

Das Eschentriebsterben ist eine Pilzerkrankung, bei der die heimische Esche von dem aus Asien stammenden „Falschen Weißen Stengelbecherchen“ befallen wird. Befallene Bäume sind geschwächt und anfälliger für andere Schadorganismen und witterungsbedingte Stressereignisse. Wurzelfäuleerreger führen zum Verlust von Wurzelstabilität und Standsicherheit. Gleichzeitig haben die betroffenen Eschen oft starke Totäste die bei Wind oder Fällungsmaßnahmen herabstürzen können. Sie stellen daher ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

Die erkrankten Bäume am Eiskanal wurden bei einem routinemäßigen Waldbegang ausgemacht. Um einen sicheren Betrieb für die Kanuten sowie die zahlreichen Besucher für den IFC Weltcup Kanuslalom am 6. bis 8. Juli zu gewährleisten, findet die zeitnahe Entnahme und Pflege statt, erklärt die Stadt. Wo noch keine akute Gefährdung drohe, werden Bäume mittels Hubsteiger oder Seilklettertechnik von Totästen befreit. (pm/jaf)
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