Enger Kampf zwischen Sideris Tasiadis (Augsburg) und Franz Anton (Leipzig)

Hannes Aigner im K 1 Herren (Foto: Uta Bütner DKV)
 
Sideris Tasiadis im C 1 (Foto: Uta Bütner DKV)
Enger Kampf zwischen Sideris Tasiadis (Augsburg) und Franz Anton (Leipzig)
 

Der erste Teil der nationalen Ausscheidungswettkämpfe der deutschen Slalom-Kanuten mit zwei von vier Rennen ist beendet. Für fünf Athleten ist der Start im Kampf um die Olympia-Tickets sehr gut gelaufen:

Die Einer-Canadier Elena Apel, Sideris Tasiadis (beide KSA Augsburg) und Franz Anton (LKC Leipzig) sowie Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) und Hannes Aigner (AKV Augsburg) im Kajak-Einer haben sich in der Gesamtwertung der beiden Wettkampftage am Wochenende in Markkleeberg an die Spitze der Konkurrenz gesetzt.

Die Wettkämpfe drei und vier finden am nächsten Wochenende, 4. und 5. Mai, im Eiskanal Augsburg statt. Danach stehen alle Nationalmannschaften mit je drei Booten pro Disziplin fest. Für die Spitzenathleten geht es aber in diesem Jahr um viel mehr als einen Start bei den Welt- und Europameisterschaften: Sie müssen schon jetzt ihre Klasse für Olympia unter Beweis stellen. Denn in Tokio 2020 darf nur ein Boot pro Disziplin starten. Entsprechend hoch ist die Anspannung im Team.

Die Gesamtwertung aus den vier nationalen Qualifikationsrennen geht bereits in die Wertung für die Olympia-Qualifikation ein. Das schlechteste Rennen darf dabei gestrichen werden. Kajak-Einer Sebastian Schubert (KR Hamm) muss diese Option vielleicht bereits nach seinem ersten Lauf am Samstag in Anspruch nehmen, da er aufgrund seines Kenterns kurz vor der Ziellinie nur auf Rang sieben landete.

Auch für Nationalmannschaftsmitglied aus dem Jahr 2018 Lisa Fritsche (BSV Halle) im Kajak-Einer wird die Qualifikation in diesem Jahr schwer werden. Sie landete im ersten Lauf auf Rang acht, kann sich nun aber nach ihrem dritten Platz im zweiten Lauf wieder Hoffnungen machen.

Extrem eng wird der Kampf wie erwartet bei den C1-Herren zwischen Olympia-Silbermedaillengewinner Sideris Tasiadis (KSA Augsburg) und Weltmeister Franz Anton (LKC Leipzig). Diesmal, im Gegensatz zum Vortag, hatte Anton wie im Habfinallauf auch im Finale die Nase vorn. „Wir haben eindrucksvoll gezeigt, dass wir hier in Deutschland dominieren können, und international sind wir auch nicht unbeschrieben, sodass wir den Fight nicht nur intern ausfahren werden, sondern auch international hoffentlich ein, zwei Medaillen holen könnte“, resümierte Anton.

Auch Tasiadis freute sich über den engen Kampf: „Es ist ganz gut, wenn zwei Leute top schnell sind. Eigentlich pusht das noch mehr. Da will man noch besser sein.“ Wer hingegen im dritten Boot der Nationalmannschaft sitzen wird, ist noch völlig offen. Für Lennard Tuchscherer (LKC Leipzig) lief der Start beim ersten Lauf mit Platz sieben nicht nach Wunsch, nach dem zweiten Lauf landete er hinter den beiden Topfavoriten auf Rang drei.

Bei den Kajak-Herren rechnen sich neben Aigner gleich mehrere Athleten Chancen auf die Plätze im Nationalteam aus.

Bei den Kajak-Damen scheint es auf einen Kampf zwischen Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) und Jasmin Schornberg (KR Hamm) hinauszulaufen, wobei Funk souverän alle Läufe gewann. „Mein Rennen war ähnlich wie gestern, manche Sachen bin ich anders gefahren als geplant, aber eben gut. Ich bin happy über meinen Mut. Und ich versuche jetzt, das gute Gefühl einfach mitzunehmen“, sagte Funk. Schornberg, die auch am Sonntag auf Rang zwei fuhr, hat immer noch mit ihrer starken Erkältung zu kämpfen.

Spannend bleibt auch die Frage, wer es noch in die Nationalmannschaft schafft. So hat beispielsweise die Dritte des ersten Finallaufs, Andrea Herzog (LKC Leipzig), am zweiten Tag den Finaleinzug nicht geschafft.

Bei den Damen im Einer-Canadier haben sich alle drei Favoriten vom Vorjahr gleich zu Beginn an die Spitze gesetzt. Elena Apel (KSA Augsburg), Andrea Herzog (LKC Leipzig), Lena Stöcklin (LKC Leipzig). Apel schaffte sich mit ihren beiden Siegen dabei beste Voraussetzungen für die zwei letzten nationalen Läufe in Augsburg. Sie sagte: „Geiler kann es nicht laufen.“ Doch auch Jasmin Schornberg will sich in dieser Disziplin etablieren. Während sie mit ihrem ersten Finallauf auf Rang sieben überhaupt nicht zufrieden war, fuhr sie im zweiten Rennen auf den dritten Platz. Lena Stöcklin (LKC Leipzig) fuhr am zweiten Tag auf Platz zwei und ist damit sehr zufrieden.“ Das ist jetzt eine gute Ausgangsposition für meine nicht so geliebte Strecke in Augsburg“, sagte sie.

Cheftrainer Michael Trummer zeigte sich zufrieden: "Nach einem spannenden ersten Qualifikationwochenende haben sich unsere Spitzenathleten mit sehr guten Platzierungen gute Ausgangspositionen im Kampf um die Nationalmannschaftsplätze gesichert. Die Bedingungen im Kanupark waren perfekt. Jetzt heißt es kurz Luft holen und dann die nächsten zwei Rennen am kommenden Wochenende in Augsburg konzentriert vorbereiten."
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