Gelungener Aufschlag der Schwaben Open vom 5.-11. August beim TC Augsburg Siebentisch

Glücklicher Sieger: Yannick Hanfmann (Foto: Schwaben Open)
 
Kämpfte sich von Runde zu Runde: der erste Schwaben Open-Sieger Yannick Hanfmann. (Foto: Schwaben Open)
Augsburg: TC Augsburg Siebentisch |



Die Sportstadt Augsburg dürfte um ein sportliches Highlight reicher sein. Neugierig besuchten bereits am Auftaktmontag zahlreiche Besucher den TC Augsburg Siebentisch, der sich kurzerhand in ein würdiges ATP-Turniergelände mit Center Court samt Tribüne für 500 Zuschauer und zwei weiteren Spiel-Courts verwandelt hatte.

Zwar bedauerte der ein oder andere, dass die angekündigten Spieler wie Dustin Brown, Cedrik Marcel Stebe oder Rudolf Molleker allesamt krankheitsbedingt absagen mussten, oder Kevin Krawietz sich nach dem Überraschungssieg beim Grand Slam in Paris mit Partner Andreas Mies lieber dem Doppelbewerb widmen wollte und stattdessen im zeitgleich stattfindenden ATP Masters 1000 in Montreal antrat. Doch schnell entschädigten die Auftritte der Anwesenden das Publikum mit spannenden Begegnungen im Verlauf der Turnierwoche. Daniel Altmaier etwa wurde erst im Viertelfinale am Freitag vom „Schreck der Deutschen“, dem Argentinier Facundo Mena (er warf vorher der Reihe nach Kai Lemstra, Niklas Guttau und Benjamin Hassan aus dem Turnier) gestoppt, der seinerseits vom späteren Sieger Hanfmann im Halbfinale kurz und schmerzlos mit 6:1 und 6:1 besiegt wurde. Oder Julian Lenz, der in einem packenden Viertelfinale - zunächst mit Startschwierigkeiten - den Spanier Guillermo Garcia-Lopez letztendlich mit Kämpferqualitäten in 176 Minuten mit 7:6 (4), 3:6 und 7:5 bezwang und im Halbfinale mit Emil Ruusuvuori seine Endstation hatte (3:6, 5:7).
Schwaben Open-Sieger Yannick Hanfmann servierte sich nach einem ebenso für die Zuschauer höchst mitreißenden Duell gegen seinen TennisBase Kollegen Matthias Bachinger (6:7 (5), 6:2 und 6:1) erst gegen den Belgier Jeroen Vanneste (6:2, 6:1) und im Halbfinale gegen Mena souverän Runde um Runde jeweils auf dem Center Court weiter und sicherte sich am ausverkauften Finaltag den zweiten Challenger Sieg nach Ludwigshafen innerhalb weniger Wochen.

Alles richtig gemacht!


Dass die Turnierorganisatoren Alessandra Trenkle und Marinus Zeichinger (isarOne GmbH) und ihr Team, zu dem noch u.a. Event-Managerin Anett Wehner und IT-Beauftragter Maximilian Schnabel zählten, mit der Wahl des neuen Standortes und des Termins richtig lagen, zeigte im Laufe der Woche der Andrang am Turnierdonnerstag. An Augsburgs Spezialfeiertag, dem Hohen Friedensfest am 8. August, konnte nach vorangegangenen bereits gut besuchten Tagen, erstmals ausverkauft für die Tribüne vermeldet werden. Und so tummelten sich auf dem Gelände mit den Groundticket-Besuchern an die 600 Tennis-Interessierte. Dass der Erfolg viele Väter hat, zeigte sich einmal mehr in Augsburg. Zum einen konnte sich durch die Kontakte von Turnierdirektor Dominik Schulz das Teilnehmerfeld derart gestalten. Zum anderen war es nicht zuletzt dem leidenschaftlichen Engagement der ehrenamtlichen Helfer aus dem Kreise des austragenden Vereins, dem TC Augsburg Siebentisch, um die Vorstände Jakob Schweyer und Werner Leinfelder sowie Clubmanager Yannick Paul geschuldet, dass sich das Turnier in dieser Form präsentieren konnte.

Die ATP-Verantwortlichen Eric Lamquet (Senior Manager of ChallengerTour Relations) und Supervisor Hans-Jürgen Ochs zeigten sich dann auch überaus zufrieden mit den Schwaben Open. „Ich war sehr überrascht wie gut das Turnier hier angenommen wird. Augsburg hatte lange Zeit kein großes Tennisevent, aber die Zuschauer kamen von Anfang an. Das ist nicht normal bei einem Challenger, da geht es sonst langsam vorwärts. Das freut uns. Auch der Club ist sehr ambitioniert, das war ein sehr guter Start“, so Ochs. Eine Wiederauflage 2020 kann also kommen und ist anvisiert.
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