Internationaler Erfolg für junges Akrobatik-Damenpaar

  Im Namen von Sandra Maresch, eine unserer vielen engagierten Herzbluttrainerinnen, darf ich heute diesen Artikel zum Lesen und Genießen veröffentlichen.

Lilly Maresch (9) und Jana Semenchenko (13) sind über drei Wettkampftage hinweg die Besten aller Age Group
Kategorien bis einschließlich 16 Jahre und gewinnen somit den heiß begehrten Internatio-nalen Sachsenpokal.

Augsburg/Riesa Die lange Reise nach Riesa zum Internationalen Sachsenpokal hat sich für die Startgemeinschaft Lilly Maresch (Sportakrobatikverein Augsburg-Hochzoll 1957 e.V.) und Jana Semenchenko (TSV Friedberg) mehr als gelohnt.
Man kann die beiden jungen Akrobatinnen durchaus als Senkrechtstarter bezeichnen, tur-nen sie doch erst seit März 2018 überhaupt Mehrkampf, bestehend aus zwei verschiede-nen Übungen. Mit ihrer neuen Tempoübung steigerten sie sich von Wettkampf zu Wett-kampf und bestiegen das Treppchen sowohl bei den Bayerischen wie auch bei den Deut-schen Meisterschaften der Schüler und der Jugend. In Balance sind die beiden schon seit zwei Jahren überaus erfolgreich.
So krönten sie ihren Erfolg im Juni dieses Jahres mit dem Gewinn des Deutschen Meister-titels in der höheren Altersklasse der Jugend. Entsprechend hoch waren auch die Erwar-tungen der jungen Akrobatinnen an diesen Wettkampf in der Heimatstadt des Bundestrai-ners.

Als erste Starter des ersten Wettkampftages gelang ihnen „eine fast perfekte Übung“, so die Worte ihrer Noch-Trainerin Nina Wente. Nach dieser technisch ausgefeilten, sehr schön anzuschauenden und eleganten
Balanceübung flossen trotzdem bereits beim Verlassen der Matte viele Tränen, da den Mädchen schmerzlich bewusst war, dass dies der letzte Einzelwettkampf mit ihrer Haupt-trainerin war. Freuen konnten sie sich letztendlich aber trotzdem, weil ihre Wertung so hoch war, dass kein anderes Damenpaar an ihnen vorbei kam.
Als Führende starteten Lilly und Jana am zweiten Tag mit ihrer vermeintlich schwächeren Tempoübung. Unter den Augen des Bundestrainers liefen sie zu ihrer Höchstform auf und zeigten hohe, saubere und auf den Punkt
geturnte Partner-Salti. Lediglich die Artistiknote hätte etwas höher ausfallen können, wä-ren die beiden nicht etwas zu früh, vor Musikende, mit ihrer Übung fertig gewesen. Mit 25,8 Punkten - nur einem Zehntel weniger als in ihrer
Paradeübung - setzten sich die beiden Akrobatinnen mit großem Abstand an die Spitze der Qualifikation.
Im Finale am letzten Wettkampftag gingen die beiden demnach als Führende in ihrer Ka-tegorie und Altersklasse als Letzte auf die Matte.
Geturnt wurde wieder die Tempoübung. Nach diesen bisher anstrengenden Wettkampfta-gen, war die Nervosität beim Einturnen doch deutlich zu spüren. Trainerin Nina war aber voller Zuversicht, dass schon alles klappen würde,
hatten Lilly und Jana doch bisher immer gezeigt, wie nerven- und wettkampfstark sie bei jeglichem Wettkampf sind. In ihrer Finalübung klappte dann alles reibungslos und sie setz-ten artistisch sogar noch eine Schippe drauf. Dafür
wurden sie mit drei Zehnteln mehr als im Vorkampf und dem ersten Platz belohnt.
Ihr erstes großes Ziel, in Tempo genauso gut zu werden wie in Balance, hatten sie schnel-ler erreicht, als sie selber und ihre Trainer gedacht hatten. Schlussendlich stand eine Mehrkampfwertung von 77,600 Punkten an der Anzeigetafel. Die Zweiten waren mit fast drei Punkten genauso wie das Paar auf Rang Drei mit fast fünf Punkten Rückstand weit abgeschlagen.
Jetzt ging es noch um den Vergleich mit allen anderen Kategorien in der Altersklasse bis 16 Jahren - den Trios, Herrenpaaren und Mixedpaaren. Hier hatten Jana und Lilly im Ver-gleich zur Damenpaarkonkurrenz auch Gegner aus dem Ausland, sehr starke Teams aus Weißrussland, der Ukraine und aus Polen. Hier gelang ihnen dann ein absoluter Sensati-onserfolg! Gemeinsam mit drei Formationen aus den höheren Altersklassen, allesamt seit mehreren Jahren Mitglieder der Nationalmannschaft und Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften, standen Jana und Lilly am Ende vorne in der Mitte der Matte und durften über das ganze Gesicht strahlend den Internationalen Sachsenpokal in ihrer Al-tersklasse entgegennehmen.
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