Junioren- und U 23 Weltmeisterschaften in Ivrea/Italien - Interview mit Julian Lindolf

Julian Lindolf fährt mit 16 Jahren seine erste Weltmeisterschaft in Ivrea (Foto: Philipp Reichenbach)
Ivrea (Italien): Wildwasserkurs | 17.-22. Juli 2018
Junioren- und U23-Weltmeisterschaften
Ivrea (ITA)
Stadio della Canoa


Vom 17.-22 Juli 2018 finden im italienischen Ivrea die Junioren- und U 23 Weltmeisterschaften statt.

Der Kanu Schwaben C 1 Spezialist Julian Lindolf nimmt daran teil, wir konnten ihn im Vorfeld einige Fragen stellen.

MS: Julian, wie alt bist Du und Du gehst ja noch zur Schule, welche ist dies denn? Gab es Schwierigkeiten mit der Freistellung so kurz vor den Ferien?

JL: Ich werde am 31.07.2018 siebzehn Jahre alt und besuche noch die Konradin Realschule in Friedberg. Mit den Freistellungen gab es glücklicherweise keine Probleme, da unser Rektor Herr Oberfrank sehr sportbegeistert ist. Gerade habe ich aber meine Abschlussprüfungen hinter mich gebracht und würde am nächsten Freitag mein Abschlusszeugnis bekommen, wenn ich nicht bei der WM wäre! Nächstes Jahr werde ich dann auf die FOS in Friedberg gehen.

MS: Ihr hattet ja harte Ausscheidungswettkämpfe im Frühjahr in Augsburg und Markkleeberg und Du hast souverän den Sprung im Canadier Einer Junioren in die Nationalmannschaft geschafft. Wer ist noch im deutschen Team im C 1 und aus welchen Ländern müsst ihr mit der größten Konkurrenz rechnen?

JL: In der U18 Nationalmannschaft sind meine Team Kollegen im C1 zum einen Hannes Seumel und Leo Braune. Da dies meine erste WM ist, habe ich leider noch nicht die nötigen Kenntnisse um zu sagen, welches Land die größte Konkurrenz darstellt.

MS: Wie war Deine bisherige Vorbereitung? Auf was musstest Du besonders achten und was macht am meisten Spaß im Canadier Einer.

JL: Bisher hatten wir mit der Nationalmannschaft ein Trainingslager in Bratislava für die EM und eines in Augsburg in welchen wir uns allerdings auch verstärkt auf die C1 Mannschaft konzentriert hatten. Im Moment sind wir in Ivrea und Trainieren für die bald kommende WM. In dem Training hier muss man besonders darauf achten dass einem niemand ins Boot fährt :-). Seit 2013 fasziniert mich besonders das Canadier Fahren. Ansonsten macht allerdings alles jede Menge Spaß.

MS: Wer ist aus Augsburg noch am Start und fahrt ihr alle gemeinsam?

JL: Aus Augsburg sind außer mir noch von den U23 Thomas Strauß, Leo Bolg, Elena Apel, Anne Bernert und von den U18 Franziska Hanke dabei.
Grundsätzlich haben wir alle dieselben Trainingszeiten, es gibt allerdings manchmal auch Ausnahmen.


MS: Ihr wart ja schon in Ivrea zum Lehrgang, wie gefällt Dir die Strecke und wie schätzt Du sie schwierigkeitsmäßig ein im Vergleich zu anderen Kanuslalom Strecken ein?

JL: Mir persönlich gefällt die Strecke von Ivrea sehr gut. Vom Schwierigkeitsgrad her würde ich behaupten, dass sie etwas schwerer ist wie Augsburg, aber leichter als Bratislava, also ungefähr so schwer wie Markkleeberg.

MS: Wer ist Dein Trainer und was gab er dir vor diesem wichtigen Wettkampf als Ratschlag mit auf den Weg?

JL: Mein Heimtrainer ist Paul Jork, er gab mir mit, dass ich das Beste geben soll, so dass ich mit meiner persönlichen Leistung zufrieden bin.

MS: Wann erfolgt die Anreise nach Ivrea vom deutschen Team? Kehrt ihr gleich nach der WM wieder nach Augsburg zurück oder gibt es vielleicht anschließend einen Kurzurlaub?

JL: Wir die U18 sind schon Letzten Montag angereist, und die U23 kam heute den am Freitag den 13. nach. Kurzurlaub gibt es nicht, da ich ja am Montag den 23. Juli endlich mein Abschlusszeugnis abholen muss.

Julian, wir danken Dir für dies Interview und wünschen Dir und dem deutschen Team in Ivrea (bei Turin) alles erdenklich Gute und viel Erfolg im Einzelwettbewerb sowie im Teamwettbewerb. Deine Eltern und Fans sind ja vor Ort um Euch anzufeuern, viel Glück!

Marianne Stenglein führte mit Julian Lindolf dies Interview
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