Kanuslalom-WM in Rio de Janeiro: Zehn von zwölf DKV Booten stehen in den Halbfinals.

Hannes Aigner in Rio de Janeiro / Brasilien hat sich für das Semifinale qualifiziert (Foto: Rebekka Anton)
Rio de Janeiro (Brasilien): Deodoro | Kanuslalom-WM in Rio de Janeiro: Zehn von zwölf DKV Booten stehen in den Halbfinals.

Am zweiten Qualifikationstag der Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro haben heute fünf der sechs Boote des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) die Halbfinals erreicht. Mit den fünf bereits gestern qualifizierten Sportlern können an den beiden kommenden Finaltagen 10 der 12 deutschen Boote ins Medaillenrennen eingreifen.

Im Canadier-Einer der Damen zogen alle drei deutschen Frauen geschlossen in das Semifinale. Elena Apel (Augsburg) und Andrea Herzog (Leipzig) kamen als 11. und 18. im ersten Versuch problemlos eine Runde weiter. Lediglich die Leipzigerin Lena Stöcklin musste nachsitzen und den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen. Die Leipzigerin kassierte im ersten Lauf kurz vor Ziel zweimal 50 Strafsekunden, im zweiten Anlauf zog sie mit Platz 24 dann aber sicher in das Halbfinale der besten 30 ein.
Den Tagessieg holte sich erwartungsgemäß Jessica Fox (Australien), die schon am Vortag die Qualifikation im Kajak gewonnen hatte. Die Britin Mallory Franklin wurde mit nur 29 Hundertsteln Rückstand zweite. Rang drei ging mit Kimberley Woods ebenfalls nach Großbritannien.

Die beste deutsche Einzelplatzierung des zweiten Qualifikationstages fuhr der Olympiavierte von Rio 2016, Hannes Aigner aus Augsburg heraus. Aigner belegte im ersten Anlauf Rang sieben. Nur hauchdünne 32 Hundertstel dahinter folgte Sebastian Schubert aus Hamm auf Platz neun. Der Wiesbadener Tim Maxeiner handelte sich im ersten Versuch vier Strafsekunden ein und musste mit einem Rückstand von 2,56 Sekunden auf den Qualifikationsplatz in die zweite Runde. 50 Strafsekunden im zweiten Anlauf sorgten dann aber für das frühe und endgültige WM-Aus. Der Tagessieg ging an den Titelverteidiger Ondrej Tunka (Tschechien), vor Zeno Ivaldi (Italien). Dritter wurde Olympiasieger Joseph Clarke aus Großbritannien.

„Die Strecke war für eine Qualystrecke sehr anspruchsvoll, technisch hat es Spaß gemacht. Es waren viele kleine Schwierigkeiten dabei, die man aber gut meistern konnte“ erklärte Aigner sichtlich zufriedenem Ziel. Teamkollege Sebastian Schubert machte die Schlüsselstelle kurz vor dem Ziel bei Tor 21und 22 aus: „da hatte ich auch ein paar Probleme, aber am Ende habe ich das gut gemeistert. Ich bin jetzt froh, dass ich Neunter bin und eine Runde weiter.“

„Hannes hat im oberen Streckenteil Zeit liegen lassen, Sebastian im unteren, trotzdem haben sich beide mit soliden Läufen unter den ‚Top Ten‘ platziert. Das ist erstmal eine gute Ausgangsposition, um sich in aller Ruhe eine Renntaktik zu erarbeiten und um auch noch auf gewisse Tendenzen im Rennen reagieren zu können“, erklärte Bundestrainer Thomas Apel mit Blick auf die kommenden Halbfinals. Diese beginnen Morgen mit den Einercanadiern der Herren (19:48 Uhr) und den Kajak-Damen (20:50 Uhr) .


Ergebnisse zweiter Qualifikationstag:
Damen Einercanadier: 1. Jessica Fox (AUS) 101,32 (0), 2. Mallory Franklin (GBR) 101,61 (0), 3. Kimberley Woods (GBR) 108,30 (2), ... 11. Elena Apel (GER) 115,15 (0), 18. Andrea Herzog (GER) 120,45 (6), 24. Lena Stoecklin (GER) 113,42 (2)

Herren Kajak: 1. Ondrej Tunka (CZE) 84,87 (0), 2. Zeno Ivaldi (ITA) 85,52 (0), 3. Joseph Clarke (GBR) 85,86 (2), 7. Hannes Aigner (GER) 87,02 (0), 9. Sebastian Schubert (GER) 87,32 (0), 58. Tim Maxeiner (GER) 140,61 (52)
Quelle Thorsten Funk
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