Leipziger Franz Anton holt Gold / Augsburger Tasiadis holt Bronze / Ricarda Funk holt auch Bronze bei der Kanuslalom WM in Rio

Franz Anton holte Gold, Sideris Tasiadis holte Bronze bei der Kanuslalom WM in Rio de Janeiro / Brasilien (Foto: Rebekka Anton)
Rio de Janeiro (Brasilien): Deodoro | Leipziger Franz Anton holt WM-Gold im Canadier-Einer
Gleich drei Medaillen gab es am ersten Finaltag für die deutschen Slalom-Kanuten bei der WM in Rio de Janeiro zu feiern.


Lange musste der Leipziger Franz Anton auf einen WM-Titel im Einzel warten, jetzt ist er auf der Olympiastrecke von 2016 Weltmeister geworden. Dabei hatte der Leipziger bei den Olympischen Spielen eine Medaille im Zweiercanadier knapp verpasst, jetzt aber setzte sich der Weltcup-Fünfte im Einercanadier auf selber Strecke gegen die starke Konkurrenz durch. Der 28-Jährige paddelte auf dem schwer gesteckten Kurs fehlerfrei und siegte mit knapp einer Sekunde Vorsprung auf den Briten Westley und knapp zwei Sekunden auf seinen Teamkollegen Sideris Tasiadis aus Augsburg. „Ich freue mich riesig“, sagte der LKC-Athlet, der auch rückblickend auch das traurige Ereignis von 2016 vor Augen hatte: „Ich habe gerade in diesen Tagen sehr oft an Stefan gedacht. Die guten Erinnerungen an ihn haben mir Kraft gegeben.“ (Trainer Stefan Henze war 2016 in Rio bei einem schweren Auto-Unfall ums Leben gekommen.)

Auch der Augsburger Sideris Tasiadis ( Kanu Schwaben) zeigte sich zufrieden. Er holte mit Bronze sein erstes Einzel-Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft. „Mein Finallauf war ok, ich habe unten etwas verloren. Das war ärgerlich für mich, aber ich bin trotzdem zufrieden und sehr froh, meine erste WM-Medaille geholt zu haben“, freute sich der der Olympiazweite von London 2012, dem bisher ein WM-Podest in der Sammlung gefehlt hatte.

Die Europameisterin Ricarda Funk (Bad Kreuznach) legte wenig später die nächste Medaille nach: Dabei hatte Funk bereits an Tor zwei eine Berührung und musste den zwei Strafsekunden hinterherfahren. Am Ende paddelte die Rheinländerin mit 3,26 Sekunden Rückstand hinter der großen Favoritin Jessica Fox aus Australien zu Bronze. „Nach dem ich Tor zwei berührt hatte, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich das noch bis unten bringe. Aber dann hab ich mir gesagt: ‚scheiß drauf‘, ich geb‘ jetzt nochmal richtig Gas“, freute sich Funk, die bereits im Vorjahr WM-Bronze gewonnen hatte. Silber ging an die Britin Mallory Franklin. Die zweite DKV-Starterin Jasmin Schornberg aus Hamm kämpfte sich mit einem Rückstand von 9,41 Sekunden auf den achten Platz.

Ergebnisse erster Finaltag:
Herren, Canadier-Einer: 1. Franz Anton (GER) 97,06 (0), 2. Ryan Westley (GBR) 97,94 (0), 3. Sideris Tasiadis (GER) 98,87 (0)
Damen, Kajak-Einer: 1. Jessica Fox (AUS) 102,06 (0), 2. Mallory Franklin (GBR) 104,34 (0), 3. Ricarda Funk (GER) 105,32 (2), 8. Jasmin Schornberg (GER) 111,47 (2)
Text DKV Thorsten Funk
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